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Dort soll es hin: Der Sportplatz ist im westlichen Teil des Areals (rot) schon angelegt, das Gebäude soll daneben gebaut werden.  

Kosten für neues Haus explodieren

FC Hochbrück: Umkleiden für 1,1 Millionen Euro

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Ein Angebot und eine satte Summe: 1,1 Millionen Euro soll das neue Gebäude für den FC Hochbrück kosten. Das will der Stadtrat so aber nicht stehen lassen.

Hochbrück – Der neue Fußballplatz des FC Hochbrück ist bereits angelegt, der Rasen angesät. Nun soll eigentlich das zugehörige Gebäude mit Umkleiden und Duschen folgen. Doch es gibt einen Haken: Nach drei Ausschreibungen von Seiten der Stadt ist nun zwar ein erstes Angebot eingegangen. Doch die Kostenschätzung von rund 1,1 Millionen Euro liegt dreimal so hoch wie die ursprünglich anvisierte Summe von 345 000 Euro.

„Es ist einfach so, dass der Markt momentan satt ist, die Firmen sind alle ausgelastet“, erklärte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) im Bauausschuss des Stadtrats. Nachdem auf zwei öffentliche Ausschreibungen hin gar keine Angebote eingegangen waren, wurde das Gebäude im August beschränkt ausgeschrieben, sprich die Stadt fragte direkt bei vier Firmen an. Daraufhin reichte ein Betrieb aus dem Landkreis Ebersberg ein Angebot ein, wonach er das Gebäude in hochwertiger Holzblockbauweise schlüsselfertig für 1,1 Millionen Euro errichten würde.

Bei diesem Preis gebe es jedoch noch „gewaltige Einsparpotenziale“, betonte Bauamtsleiter Klaus Zettl. Er schlug vor, der Stadtverwaltung bis zur nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag, 28. September, Zeit zu geben, um gemeinsam mit der Firma auszuloten, inwieweit man das Angebot preiswerter gestalte könne. „Wenn wir jetzt schon sagen, wir wollen das nicht, dann müssten wir die Ausschreibung aufheben, und dann sind wir wieder bei Null“, warnte Zettl.

Diesem Vorschlag stimmte der Bauausschuss mehrheitlich zu – allein die Grünen Werner Landmann und Ingrid Wundrak votierten dagegen. Letztere bezeichnete die geplante Holzbauweise als „Schmarrn“. Schließlich werde in dem Gebäude „niemand schlafen und keiner drin wohnen. Da ist mir ein Holzhaus viel zu schade“, sagte Wundrak, die stattdessen für einen Ziegel- oder Betonbau plädierte. Hierauf entgegnete Bauamtsleiter Zettl: „Ja, ein Holzhaus ist teuer, aber der Quadratmeterpreis deckt sich durchaus mit dem des Stockschützenhauses“, das im April eröffnet wurde. „Und wir meinen“, fügte Zettl hinzu, „dass wir einen Gebäudepreis pro Quadratmeter hinbekommen, der sehr wirtschaftlich sein wird“.

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