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Echte Fans marschieren  mit beim Festzug. Nach dem Sieg der deutschen Elf beim EM-Viertelfinale hatten sie allen Grund zum Feiern.

Festzug zur Garchinger Bürgerwoche

Viel Fußvolk, wenige Festwagen

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Garching – Gärtner, Fischer, Tänzer: Alle zogen durch  ihren Ort- und nahezu jeder zu Fuß ohne Wagen. Die Oldies gefielen am besten.

Auch am Tag nach dem verregneten Bürgerwochen-Auftakt prasselt es in Garching nur so herunter. Diesmal sind es keine Wassertropfen, sondern Bonbons, Lutscher, Gummibären und sonstiger Süßkram, der beim Festzug auf den Asphalt fliegt – bevor Kinderhände hastig danach greifen. 

Da das Wetter im Gegensatz zum Vortag diesmal mitspielt, säumen hunderte Garchinger die Straßen und jubeln den Vereinen zu, die vom Auweg durch den Ort zum Bürgerplatz ziehen. 

Der Festzug ist heuer ein paar Nummern kleiner zurück auf die normale Größe geschrumpft, nachdem er im Vorjahr – zur 1100-Jahr-Feier – ein Riesenspektakel in historischen Kostümen war. Diesmal ziehen mehrere Musikkapellen sowie 18 Vereine durch den Ort. 

Wobei eines auffällt: Neben viel Fußvolk gibt es kaum geschmückte Wagen. Ausnahmen sind der SV Plasmaphysik, der zu seinem 50. Geburtstags überdies Riesenfußbälle in Richtung Zuschauer kickt, und das Tanzstudio Garching, das auf seinem Anhänger eine Tanzfläche aufgebaut hat. 

Den Preis für die schönste Festzugsgruppe geht jedoch an einen anderen Verein: Die Oldtimerfreunde, an deren Spitze eine Isetta tuckert, erhalten vom Publikum die meisten Punkte und dürfen sich über einen Zuschuss für ihre Vereinskasse freuen. 

Die weiteren Preise gehen an das Tanzstudio und den Garchinger Kleingartenverein. Derweil wird auf dem Wagen des Stadtrats fraktionsübergreifend Bier gezapft, und auch Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) holt sich neben seinem Vorvorgänger Manfred Solbrig einen CSU-Mann in die Kutsche – nämlich Ernst Weidenbusch, den Stellvertreter des Landrats. In den weiteren Kutschen sitzen die Pfarrer Kathrin Frowein und Michael Ljubisic sowie aus Ismaning die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) und Landtagsabgeordneter Nikolaus Kraus (FW). 

Bilder: Festzug in Garching

Da es heuer kein Festzelt zur Bürgerwoche gibt, endet der Festzug im Bürgerhaus, das wegen gestiegener Sanierungskosten und fehlender Angebote noch keine Baustelle ist. Dort zapft Gruchmann das erste Fass mit zwei Schlägen an, ehe er den Garchingern zuruft: „Macht’s Euren Stadträten Druck, damit wir nächstes Jahr wieder ein Festzelt haben."

Patrik Stäbler

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