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Ein Modell des „Masterplans“, den die TU bereits 2015 vorgestellt hat. Links der neue Teil an der B11.

Flächenfresser Forschungscampus? - Anwohner kritisiert Dauer-Wachstum der TU in Garching

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Überraschender Anwohner-Kritik sah sich der Garchinger Stadtrat gegenüber. Ein Bürger kritisierte den Forschungscampus scharf.

Garching – Meistens kommt von den Besuchern nichts, aber manchmal wird die Bürgerfragestunde vor dem Garchinger Stadtrat zur Wundertüte. Und diesmal wurde der Garchinger Stadtrat komplett überrascht von massiver Kritik am Forschungscampus und dessen Expansionsplänen.

Es ist nichts Neues, dass der Garchinger Campus seit Jahren in einem rasanten Tempo wächst und in ein paar Jahren mit der Bundesstraße B 11 die Grenze erreicht hat. TUM-Präsident Wolfgang A. Hermann schaut schon lange auf die weiteren Flächen bis hin zur Autobahn. Und die Stadt Garching realisiert gerade mit der Kommunikationszone einen neuen Stadtteil – mit Wohnraum, einer dritten Grundschule und eventuell einem Hallenbad.

Neu ist aber öffentliche Kritik von Bürgerseite an diesem Wachstum: Der Garchinger Bürger Georg Schneider meldete sich zu Wort und schimpfte über den Flächenverbrauch auf dem Forschungscampus: „Jedes kleine Institut bekommt dort riesige Flächen“, sagt er über die Wissenschaftsstadt. Konkret ist ihm auch der derzeitige Neubau der Mensa ein Dorn im Auge, weil dieses Gebäude seiner Meinung einfach in die Höhe hätte errichtet werden können – „dann wäre dort auch noch Platz für ein paar Institute gewesen“. Schneider bereitet dieser großzügige Umgang mit der Fläche Sorgen, weshalb er demnächst bei der Garchinger Bürgerversammlung das Thema auf den Tisch bringen werde.

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Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) konnte diese Kritik an den Forschungsinstituten nur teilweise nachvollziehen und sagte zu, dass beispielsweise bei den Parkplätzen in den kommenden Jahren einiges passieren werde. Mit dem Bau der Fakultät für Elektrotechnik kommen auf der heute ebenerdigen Kiesparkplatz-Fläche auch Parkhäuser. „Ein Parkhaus kommt über kurz oder lang auch auf der Fläche des Park-and-Ride-Parkplatzes“, sagte der Bürgermeister.

Verdrängen steigende Mieten die Alteingesessenen aus Garching

Georg Schneider hatte aber noch eine Anregung für den Stadtrat, mit der er auf die Flächen zwischen der Bundesstraße 11 und der Autobahn abzielt. „Westlich der B 11 müssten jetzt 10 000 Wohnungen gebaut werden und 5000 davon für Studenten“, sagte Schneider. Nur so könne die Stadt Garching etwas den Druck aus dem Wohnungsmarkt herausnehmen.

Er mahnte, dass viele Garchinger wegziehen aus der Stadt, weil sie sich die Mieten einfach nicht mehr leisten könnten. Auch diese Problematik will Schneider nach der Wortmeldung im Stadtrat bei der Bürgerversammlung noch einmal ansprechen.

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