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Bernhard Henkelmanns Aufnahme aus dem U-Bahn-Waggon während der Jubiläumsfahrt gehört zu den 60 Bildern, die in der Ausstellung "1100 Jahre Garching" im Bürgerhaus zu sehen sind. Der 51-Jährige ist eines von rund 15 Mitgliedern des Camera-Club 77, die das Festjahr fotografisch begleitet haben. 

Porträt des Garchinger Festjahres

15 Fotografen lassen das Festjahr Revue passieren

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Garching - Ein letztes Mal blickt die Stadt Garching zurück auf die Sause anlässlich ihres 1100. Geburtstags. Eine Ausstellung des Camera-Club 77 im Bürgerhaus lässt das Festjahr in 60 Bildern Revue passieren.

Das Gesicht des Protagonisten ist auf dem Bild nicht zu sehen, doch Eingeweihte werden sehr wohl wissen, wer da gerade das Bierfass im Garchinger Festzelt anzapft – und zwar mehr schlecht als recht. Bierspritzer fliegen durch die Luft, fast meint man das hölzerne Krachen des Hammers zu hören, wie er auf den Zapfhahn einschlägt. Das Foto fesselt den Betrachter und wird bei vielen Garchingern Erinnerungen wecken ans vergangene Jahr, in dem die Universitätsstadt einen nie dagewesenen Feiermarathon hingelegt hat. Vom Festzelt zur Bürgerwoche, vom Gaudirennen auf dem Garchinger See zum Fest der Kulturen, vom Gowirich zum Weißen Wisent, vom U-Bahn-Jubiläum zum Silvesterball. Und dann natürlich der legendäre Festumzug. Und und und. Mit rund 80 Veranstaltungen hat die Stadt Garching im vergangenen Jahr ihren 1100. Geburtstag gefeiert. 

15 Fotografen unterwegs im Auftrag der Stadt

Nun können die Bürger ein letztes Mal auf dieses Fest zurückblicken – dank einer Ausstellung des Camera-Club 77. Dessen Mitglieder haben die 1100-Jahr-Feier im Auftrag der Stadt fotografisch begleitet. Bei etwa der Hälfte aller großen und kleinen Veranstaltungen waren die rund 15 Fotografen zugegen; mehr als 2500 Bilder habe man der Stadt übermacht, sagt Bernhard Henkelmann vom Camera-Club 77. „Und das ist wahrscheinlich nur ein Viertel aller Aufnahmen, die insgesamt gemacht wurden.“ Angesichts dieser Fülle sei die Auswahl für die Ausstellung im Bürgerhaus nicht leicht gefallen: 60 Bilder sollte sie umfassen, 20 davon waren für den historischen Festzug reserviert. „Bleiben also gerade mal vierzig Fotos für das ganze Festjahr“, betont Henkelmann. Erschwerend hinzugekommen seien die unterschiedlichen Prioritäten: Während es den Fotografen vor allem um künstlerische Aspekte ging, habe die Stadt eher Wert auf die dokumentarische Aussage der Bilder gelegt. „Wir sind an einem Abend bis kurz vor Mitternacht zusammengesessen, bis wir die Auswahl zusammen hatten“, erzählt Henkelmann. 

Schwelgen in Erinnerungen

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Vor allem Garchinger, die sich rege am Festjahr beteiligt haben, lädt die Ausstellung zum Schwelgen in Erinnerungen ein. Ein Bild zeigt die ausgelassene Stimmung im U-Bahn-Waggon bei der Jubiläumsfahrt, das nächste zwei Buben, die auf ihrem selbst gebastelten Floß gen Seeufer paddeln, und das dritte Wiland Geisel alias Gowirich, wie er sich im Friseursalon von seinem liebgewonnenen Bart trennt. Und dann ist da noch das Anzapf-Bild, das natürlich auch im Bürgerhaus hängen wird – und auf dem lediglich die bierbespritzten Hände des Garchinger Bürgermeisters zu sehen sind.

Vernissage am Freitag

„1100 Jahre Garching – Ein fotografischer Rückblick“ heißt die Ausstellung, die am Freitag um 18.30 Uhr mit einer Vernissage im Bürgerhaus eröffnet wird. Die Ausstellung läuft bis 3. April.

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