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Die bisherige Autobahnbrücke links wird abgerissen, rechts steht die fertige Behelfsbrücke: Autobahndirektions-Pressesprecher Josef Seebacher (l.) und Gesamtprojektleiter Helge Clauß erläutern die Baumaßnahmen. 

Ausbau der A99

Brückenabriss kann beginnen

Der achtspurige Ausbau der A99 schreitet voran. Jetzt ist die Behelfsbrücke am Kreuz Nord fertiggestellt und der Abriss der bisherigen Autobahnbrücke kann beginnen. Das Bauwerk soll zwischen 24. März und 10. April abgetragen werden. Bei einem Pressetermin informierte die Autobahndirektion Südbayern, worauf sich Verkehrsteilnehmer einstellen müssen.

GarchingIn beide Fahrtrichtungen bleiben die drei Spuren bestehen, wobei lediglich die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer reduziert wird. Die Freisinger Landstraße wird südlich von Dirnismaning bis zum 10. April komplett gesperrt. Die Autobahndirektion kündigte für Fahrradfahrer im Bereich des Brückenabrisses eine Umleitung an.

Der Brückenabriss folgt einen extrem sportlichen Zeitplan. „Das traut sich so keine andere Bauverwaltung in Deutschland“, sagt der technische Bauleiter Helge Clauß nicht ohne Stolz. Die Autobahndirektion möchte diesen ersten Abschnitt des achtstreifigen Ausbaus mit einem Finanzvolumen von 152 Millionen Euro bis 2019 komplett abschließen.

Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, sieht die täglichen Autolawinen als Motivation für die Arbeit: „Wir haben hier jeden Tag 150 000 bis 200 000 Zuschauer bei unserer Arbeit.“

Die Brücke über die Freisinger Landstraße (ehemalige B11) beinhaltet einige besondere Herausforderungen. So verlaufen unter dem nun abzureißenden Bauwerk gleich drei Gewässer mit dem Schleißheimer Kanal, dem Garchinger Mühlbach und dem Schwabinger Bach. Die drei Gewässer werden eingehaust, damit keine Gefahren für die Natur bestehen. Die Einhausungen verhindern, dass Beton, Betonbruch oder Zementstaub in das Wasser und damit den Naturkreislauf gelangen können.

Die weitere Planung auf der Baustelle sieht vor, dass im Jahr 2018 der vierspurige Ausbau auf der südlichen Autobahnhälfte abgeschlossen werden soll. 2019 werden dann die vier Fahrstreifen im Norden realisiert. Darüber hinaus sieht die Planung vor, den A99-Autobahnring bis zum Kreuz München-Süd komplett achtspurig auszubauen. In die andere Richtung bis zum Allachacher Tunnel wird an einer Zwischenlösung gegen den täglichen Dauerstau gearbeitet – mit einer Seitenstreifenfreigabe.

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