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Ein 500-Tonnen-Kran hebt das Dach auf die Kuppel.

Eso-Supernova

Garching baut Super-Planetarium

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Garching - Das Astronomie-Zentrum Eso-Supernova auf dem Garchinger Forschungscampus nimmt Gestalt an. Auf eine der Kuppeln wurde ein tonnenschweres Dach gesetzt, das eine spezielle Form hat.

1100 Jahre nach ihrer Gründung expandiert die Stadt Garching ins Weltall. Vor wenigen Monaten wurde wie berichtet ein Kleinplanet auf den Ortsnamen getauft. Und nun haben sich die Garchinger auch noch die komplette südliche Hemisphäre liefern lassen – auf vier XXL-Transportern, in Einzelteile zerlegt, aus Italien. 

500-Tonnen-Kran hebt Dach auf die Kuppel

Dort wurde das extravagante Dach für die Eso-Supernova gefertigt: ein Stahlgerüst mit einem Durchmesser von 17 Metern, das bereits ohne die Glasscheiben, die später eingelassen werden, 22 Tonnen wiegt. Die einzelnen Stahlstränge des Dachs sind fürs Laienauge scheinbar beliebig angeordnet und laufen kreuz und quer. Hobby-Astronomen werden es erkennen: Die Dachkonstruktion ist dem südlichen Sternenhimmel nachempfunden, wie er über den Eso-Observatorien in Chile zu sehen ist. Dazu hängen an dem Stahlgerüst fast 100 Lampen, die die einzelnen Sternbilder zum Leuchten bringen.

Spektakuläres Gebäude

Das Himmels-Dach ist nur ein Detail des spektakulären Gebäudes, das am südöstlichen Ende des Forschungsgeländes hochgezogen wird. Finanziert wird das Projekt von der Klaus-Tschira-Stiftung, die sich der Förderung der Naturwissenschaften verschrieben hat; den Betrieb des Astronomie-Zentrums samt Planetarium wird danach die Eso (Europäische Südsternwarte) übernehmen, die im Haus nebenan mit rund 400 Mitarbeitern sitzt. Sie haben aktuell den besten Blick auf das neue Gebäude, dessen Form zwei Sternen nachempfunden ist, die kurz vor der Supernova-Explosion stehen.

In Form einer Sternenexplosion

Einer dieser Sterne wird das Planetarium beherbergen, in dem die Besucher spektakuläre 360-Grad-Shows verfolgen können. Entlang der Wände werden die Besucher durch die Dauerausstellung zum Thema Astronomie wandern; dazu kommt im zweiten Stern ein großes Foyer mit gläserner Decke. Auf die dortige Kuppel ist nun das vormontierte Stahldach gesetzt worden. Von einem 500 Tonnen schweren Spezialkran, der die Konstruktion binnen Minuten auf das Gebäude hebt. Ende 2017 soll das Erlebniszentrum seine Türen öffnen.



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