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Günter Nistler ist im Alter von 60 Jahren gestorben.

Nachruf

Letzte Ehre für Hochbrücks Feuerwehrmann Günter Nistler

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Garching – Zur Trauerfeier sind sie alle gekommen: die Feuerwehrler, die Siedler und die Schützen, außerdem die Nachbarn aus dem Seilerweg, die in all der Zeit zu Freunden wurden, die früheren Arbeitskollegen, die Mitbetroffenen der Dialyse-Selbsthilfegruppe und die zahlreichen Bekannten aus Garching und Hochbrück. Sie alle wollten Günter Nistler in der Laudatekirche die letzte Ehre erweisen.

„Das wäre eine Feier in seinem Sinne gewesen“, sagt Eva Nistler, seine Ehefrau. „Deshalb war es einerseits schön und hat Trost gegeben. Andererseits war es aber auch traurig, denn man hat gemerkt, dass er an allen Ecken und Enden fehlt.“ Am 30. Oktober ist Günter Nistler im Alter von 60 Jahren verstorben – vermutlich infolge einer Infektion, gegen die sich sein geschwächter Körper nicht mehr wehren konnte. Schon seit mehr als zehn Jahren hatte der Garchinger gegen eine Nierenkrankheit angekämpft; 2014 bekam er ein Spenderorgan, 2015 folgten zwei Knieoperationen.

Trotz der Krankheit und trotz vieler Rückschläge hat Günter Nistler in all der Zeit seine Lebensfreude und auch seine Zuversicht nie verloren. Das galt vor allem, wenn er unter Menschen war – denn dort fühlte sich der Garchinger am wohlsten. „Er war immer offen und gerne mit Leuten zusammen“, erzählt sein Sohn Stefan Nistler. Auch deshalb suchte er Kontakte in Vereinen: Nachdem er mit seiner Frau 1982 nach Garching gezogen war, schloss er sich den Stockschützen und später auch dem Siedlerverein an.

Nach dem Umzug nach Hochbrück 1996 war es vor allem die dortige Feuerwehr, in die sich Günter Nistler einbrachte – gemeinsam mit den Kindern Stefan und Anja. „Er hat sich um alles gekümmert“, erzählt Kommandant David Ward. Und der langjährige Feuerwehrchef und Freund Rudi Naisar sagt: „Er war immer gut drauf und hat viele Einsätze mitgemacht.“ Infolge seiner Krankheit musste sich Günter Nistler aus dem aktiven Feuerwehrdienst zurückziehen; auch seine Arbeit als Servicetechniker konnte er nicht länger ausüben. Dabei hatte ihm der Beruf stets große Freude bereitet, weil er auch hier mit Menschen zu tun hatte. „Ein Job am Schreibtisch hat er immer abgelehnt“, sagt sein Sohn. „Er wollte raus zu den Leuten.“

Und je seltener Günter Nistler krankheitsbedingt raus konnte, desto öfter lud er Freunde zu sich ein – und kochte für sie. „Er hat die bayerische Küche geliebt“, erzählt Eva Nistler. „Wenn er für Freunde einen Schweinsbraten gemacht hat, dann hat er sich hinterher immer gefreut, wenn’s allen schmeckt. Diese gemeinsamen Abende hat er sehr genossen.“

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