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Zwischen "Untere Straßäcker" und Forschungscampus entsteht ein neues Wohngebiet, für das die „Nord Schule“ gebaut wird.

In der Kommunikationszone

Dritte Grundschule beschlossen

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Garching - Der Garchinger Stadtrat hat den Bau einer dreizügigen Grundschule in der Kommunikationszone beschlossen. Nach deren Fertigstellung sollen dorthin die Kinder der Grundschule Ost umziehen, die dann wiederum saniert oder neu gebaut wird.

Prognosen zufolge wird die Einwohnerzahl von Garching bis 2020 von aktuell gut 17 000 auf 21 000 steigen. Oder in Grundschülern ausgedrückt: Statt derzeit 570 wird es in fünf Jahren fast 800 Erst- bis Viertklässler geben. Dies wiederum würde die Kapazität der je dreizügigen Grundschulen Ost und West sprengen, weshalb der Stadtrat nun den Bau einer dritten Grundschule beschlossen hat.

Neubaugebiet im Norden

Der Standort ist längst beschlossenen Sache: Da Garching vor allem in der sogenannten Kommunikationszone wachsen wird, also in dem geplanten Neubaugebiet im Norden, soll die neue Schule dort gebaut werden. Eine entsprechende Fläche sei im laufenden Verfahren vorgesehen, sagte Helmuth Kammerer im Stadtrat; er ist im Rathaus für Schulangelegenheiten zuständig. Seinen Angabe zufolge plant die Verwaltung, die Nord-Schule „zeitnah“ zu errichten, sodass in einem ersten Schritt die Kinder der Grundschule Ost dorthin umziehen können. Im zweiten Schritt ließe sich dann die stark sanierungsbedürftige Ost-Schule renovieren oder neu bauen. 

„Der Vorteil ist, dass wir auf diese Weise einen Zeitpuffer haben, sodass wir die neue Grundschule Ost am Bedarf ausrichten können“, erläuterte Kammerer. Sollte es in der Zwischenzeit Engpässe geben, müsse man in temporäre Bauten, sprich Container, ausweichen oder in andere Schulen, etwa das Gymnasium. Auch eine erneute Änderung des Schulsprengels wie vor Beginn dieses Schuljahres sei denkbar, erklärte Kammerer. 

Betreuung bis 18 Uhr ?

Hinsichtlich der pädagogischen Ausrichtung der neuen Grundschule Nord habe die Rektorin der West-Schule, Susanne Norkauer, im Auftrag des Schulamts ein Konzept entwickelt, berichtete Cornelia Otto, die im Rathaus den Fachbereich Soziales leitet. Dieses sehe eine Kombination aus offener Ganztagesschule bis 16 Uhr und einem Hort bis 18 Uhr vor. Hintergrund sei zum einen die angekündigte Garantie auf eine Ganztagesbetreuung ab 2018. Zum anderen verwies Cornelia Otto auf die Erfahrungen an der West-Schule, wo der gebundene Ganztagesunterricht zwar gut angenommen werde, sich viele Eltern aber mehr Flexibilität wünschten. 

Hans-Peter Adolf (Grüne) plädierte dagegen für eine gebundene Ganztagesschule, da dies „Voraussetzung für gelungene Integration“ sei. Zum pädagogischen Konzept von Susanne Norkauer sagte er: „Ich sehe da im Hintergrund das Bedürfnis der Staatsregierung, möglichst viel Geld zu sparen.“ Hierauf entgegnete Helmuth Kammerer, dass die Entscheidung für die eine oder andere Variante erst später getroffen werde. Er gab aber zu bedenken: „Wir können Eltern nicht in die gebundene Ganztagesschule zwingen – das ist ein bisschen der springende Punkt.“ 

Derweil riet Albert Biersack (CSU) dazu, bei den Neubauplänen spätere Umbauten oder Erweiterungen zu berücksichtigen. Wie sinnvoll dies sei, habe sich an der West-Schule gezeigt, „wo das wunderbar geklappt hat“. Das Gegenbeispiel sei die Grundschule Ost, „an der tun wir jetzt schon ewig umeinander“. Bastian Dombrets (FDP) Frage nach der Finanzierung des Neubaus beantwortete Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) mit Verweis auf Erlöse aus Grundstücksverkäufen in der Kommunikationszone sowie Zuschüssen. Und Alfons Kraft (BfG) regte per Antrag an, sich Gedanken über eine Namensgebung zu machen. „Also ob wir bei Grundschule Nord bleiben oder ob wir uns – wie beim Gymnasium – einen Namen überlegen wollen“, erklärte Gruchmann. 

All dies ist aber Zukunftsmusik. Nun hat der Stadtrat erst mal den Bau einer dreizügigen Grundschule beschlossen – und zwar einstimmig.

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