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Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann bedankt sich bei Maria Tauer für ihr Engagement.

Ein Abend allein für die Ehrenamtlichen

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Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann zeichnet die Helfer aus. Sie bekommen einen Gowirich-Pokal. 

Garching – Der Schrecken des Zweiten Weltkriegs waren in frischer Erinnerung, nur zaghaft dachten die Menschen daran, dass es im Leben auch ums Vergnügen geht. Zu jener Zeit fanden sich im Bauerndorf Garching – damals Heimat von kaum 2000 Einwohnern – neun Mädchen und Buben unter der Leitung von Rudi Kink zusammen, zum Schuhplatteln, Tanzen, Singen und Musizieren. In ihrer Miesbacher Tracht nahmen sie 1952 an der ersten Maibaumfeier nach dem Krieg teil; ein Jahr später gründeten sie den Heimatverein Garching.

Einen Gowirich-Pokal als Dankeschön überreicht Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann (r.) den ehrenamtlich Engagierten (erste Reihe v.l.) Maria Tauer, Friedl Häusler und Anita Schulz sowie (zweite Reihe v.l.) Lydia Hütter, Joachim Krause, Rudolf Naisar und Gerda Flato. Auch (hinten v.l.) Walter Kratzl, Wolfgang Kink, Uwe Cygan, Günter Koller, Aly Hassanein, Regine Zille, Alexander Bautzmann und Martina Hanuschik erhalten die Auszeichnung.

Bis heute mit dabei ist Maria Tauer. Die gebürtige Garchingerin, die als 15-Jährige zu den Gründungsmitgliedern zählte, hat nie ein Vorstandsamt bekleidet – „ich stehe auch nicht so gerne im Vordergrund“, sagt sie über sich. Und doch war sie stets zur Stelle, wenn beim Heimatverein eine helfende Hand gebraucht wurde. „Der Heimatverein pflegt die bayerische Tradition, und das gefällt mir“, sagt sie. „Außerdem bin ich gerne unter Menschen und mag die Geselligkeit.“

65 Jahre lang hat sich Maria Tauer für die Gemeinschaft im Ort engagiert – ein Einsatz, für den sie den Ehrenamtspreis der Stadt erhalten hat. Den Ehrenamtspreis 2017, wohl gemerkt, der erst jetzt im Bürgerhaus überreicht wurde – wegen „Terminengpässen“, wie Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) sagte. Schließlich wird das Bürgerhaus dieser Tage umfassend saniert. Bevor es ab Juni mit der Erneuerung von Boden, Belüftung und Beleuchtung in die „finale Runde“ gehe, sagte er, habe man aber die Ehrenamtspreise verleihen wollen. Dies geschah bislang zusammen mit der Sportlerehrung oder der Bürgerwochennachlese. Doch um die Geehrten „ein bisschen mehr hervorzuheben“, habe man daraus eine eigene Veranstaltung gemacht. Auch die Kriterien der Ehrung hat der Stadtrat unlängst modifiziert. So gibt es mittlerweile zwei Kategorien, für die ehrenamtlich Engagierte ausgezeichnet werden können. Zum einen, wenn sie „herausragende Leistungen für das Wohl der Stadt Garching“ vollbringen – wie etwa Aly Hassanein, der Vater der Bieneninsel, Schachlehrer Helge Frowein, dank dem die Grundschule-West offizielle „Deutsche Schachschule“ ist, oder Martina Hanuschik mit ihrem Flüchtlingshilfeprojekt Lesbos. Zum anderen soll der Ehrenamtspreis, über dessen Vergabe der Stadtrat entscheidet, an jene Garchinger gehen, die sich durch ihr „beständiges Engagement für die Stadtgemeinschaft“ hervortun. Etwa Lydia Hütter, Urgestein der Eisstockschützen, Anita Schulz von der Garchinger Bauernbühne – und natürlich Maria Tauer. Die 79-Jährige nahm ebenso wie die anderen 16 Geehrten einen Gowirich-Pokal als Dankeschön entgegen – sichtlich bewegt: „Die Veranstaltung war wunderschön. „Ich bin wirklich sehr gerührt.“  ps

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