+
Planspiel: So könnte die Umfahrung verlaufen. 

Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben

Ortsumgehung Dietersheim: Bringt sie die Entlastung für Garchings Norden?

  • schließen

Der Norden Garchings soll verkehrstechnisch entlastet werden. Eine Studie soll eine Ortsumgehung von Dietersheim prüfen. Die TU beteiligt sich an der Planung - auch finanziell.

Garching – Der Garchinger Norden könnte mittelfristig vom Verkehr entlastet werden. Die Stadt, die Nachbargemeinde Eching und die Technische Universität München (TUM) haben sich auf eine Machbarkeitsstudie für eine Ortsumfahrung von Dietersheim geeinigt. 

Verantwortlich für die Studie ist Gebhard Wulfhorst, Professor für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung an der TUM. Er soll untersuchen, auf welcher Trasse die Ortsumfahrung an Dietersheim entlang führen soll und welche Kosten auf die Kommunen und die Universität zukommen würden. Angedacht war bisher, die Staatsstraße 2350 (Münchner Straße, ehemalige B11) nach Westen zu verlegen und um Dietersheim herum zu führen. Für Garching und Dietersheim gebe es dann gesonderte Ausfahrten. Diese Route ist weiterhin die von den Kommunen und der TUM präferierte Trasse. Sie würde die Dietersheimer vom Durchgangsverkehr entlasten und könnte den Verkehr direkt auf die Garchinger Ortsumfahrung führen. Nach derzeitiger Auffassung würde sie auch „die geringsten Eingriffe in die Natur mit sich bringen“, stellt eine TUM-Sprecherin fest.

Ortsumgehung Dietersheim: TUM beteiligt sich an Studie - aus diesem Grund

Dass die TUM 50 Prozent der Kosten übernimmt und eine TU-Professur die Studie entwickelt, kommt nicht von ungefähr. TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann warb im April 2018 für die Ortsumfahrung. Dann gebe es nämlich mehr Platz für die Universität, von bis zu 150 000 Quadratmetern sprach Herrmann. Diesen Gedanken bestätigte die TUM-Sprecherin: Mit der Umfahrung könnte der Teil westlich der St 2053 „in den Campus“ wandern und dann deutlich besser erschlossen werden als derzeit.

Seit Beginn des Jahres ist auch eine mögliche U6-Verlängerung in den südlichen Landkreis Freising wieder ein ernsthaftes Thema. Der Landkreis Freising hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Auch diese Komponente wird in der Studie für die Dietersheimer Umfahrung berücksichtigt. In Kombination könnten die neue Ortsumfahrung sowie eine verlängerte U6 die Straßen zwischen Eching und Garching deutlich entlasten.

Lesen Sie auch: Bürgerhaus-Sanierung immer teurer: Jetzt scheint der Endpreis festzustehen

Wann Gebhard Wulfhorst die Machbarkeitsstudie für die Dietersheimer Ortsumfahrung präsentiert, ist noch unklar. Eine „kurzzeitige Fertigstellung“ sei unwahrscheinlich, heißt es von der TUM. Die Stadt Garching beteiligt sich mit etwa 20 000 Euro an den Studienkosten, das entspricht einem Drittel der zweiten 50 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren: Eltern dürfen Knirpse am ersten Schultag knipsen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Skandal um Fußballer des FC Türk Sport Garching - Verband reagiert inkonsequent
Das umstrittene Militärsalut der türkischen Nationalmannschaft auf dem Fußballplatz findet mehrere Nachahmer im Landkreis. Trotz Androhung harter Strafen.
Skandal um Fußballer des FC Türk Sport Garching - Verband reagiert inkonsequent
Münchner Mountainbiker stirbt nach Sturz an Isar - Spaziergänger fanden ihn schwerverletzt
Ein Münchner Mountainbiker ist auf der sogenannten „Isartrail Grünwaldrunde“ gestürzt. Spaziergänger fanden ihn, doch er verstarb.
Münchner Mountainbiker stirbt nach Sturz an Isar - Spaziergänger fanden ihn schwerverletzt
Neue Hoffnung im Kampf gegen den Biber: Das ist der kuriose Grund
Der Biber sorgt in Ismaning seit Jahren für Ärger. Nun wittern Landwirte und Gemeinde eine Chance im Kampf gegen den Nager. Der Grund: ein anderes Tier, das der Biber …
Neue Hoffnung im Kampf gegen den Biber: Das ist der kuriose Grund
Die doppelte Genossin: Elisabeth Gerner (SPD) will Bürgermeisterin werden
Die Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Gerner (SPD) ist zwar noch nicht im Gemeinderat, hat aber schon große Pläne für die Zukunft Neubibergs nach der Kommunalwahl 2020.
Die doppelte Genossin: Elisabeth Gerner (SPD) will Bürgermeisterin werden

Kommentare