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Futuristische Architektur: Zu einem großen Publikumsmagneten soll sich die Eso-Supernova auf dem Garchinger Forschungszentrum entwickeln. 

Eso-Supernova

Den Sternen so nah: Astronomie-Erlebniszentrum öffnet in einem Monat

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Heute in einem Monat feiert die Eso-Supernova auf dem Forschungscampus Eröffnung. Zum Start wendet sich das Astronomie-Erlebniszentrum gezielt an Garchinger Bürger.

Garching – Die drei größten Publikumsmagneten im Landkreis München sind die Bavaria Filmstadt in Grünwald, die jährlich rund 250 000 Besucher anzieht, die Flugwerft Schleißheim (100 000) und die Schlösser in Schleißheim (70 000 Besucher). Dieses Trio bekommt nun jedoch Konkurrenz durch eine neue Attraktion: das Astronomie-Erlebniszentrum Eso-Supernova auf dem Garchinger Forschungsgelände, das laut Prognosen der zuständigen Europäischen Südsternwarte (Eso) mindestens 50 000 und womöglich sogar bis zu 200 000 Besucher im Jahr anlocken wird.

Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit feiert das Museum in seinem futuristische Gebäude am südöstlichen Rand des Campus’ heute in einem Monat Eröffnung. Am 26. April werde es einen Festakt für geladene Gäste geben, kündigt Tania Johnston an, die Leiterin der Eso-Supernova. Tags darauf, am Freitag, werden dann zunächst ausgewählte Blogger durch die Ausstellung geführt, die mit ihren Webseiten viele Menschen erreichen, ehe das Haus ab 15 Uhr „vor allem für die Garchinger Bürger“ offen steht, sagt Tania Johnston. „Wir werden natürlich nicht am Eingang kontrollieren, ob die Besucher wirklich von hier kommen. Aber wir wollen uns gezielt an die Garchinger wenden, indem wir Einladungen zum Beispiel an die Stadt und an Vereine verschicken, mit denen wir in Kontakt stehen.“

Regelmäßige Live-Vorführungen

An jenem Freitag wird die Eso-Supernova durchgängig bis in den Abend hinein geöffnet haben. Derweil werden auch schon erste Vorführungen im Planetarium gezeigt; die Tickets können im Internet reserviert werden. Am Abend gibt es um 19 Uhr noch eine Live-Vorführung im Planetarium unter dem Motto „Der Himmel im nächsten Monat“, wie sie künftig regelmäßig stattfinden soll. Ab Samstag ist die Eso-Supernova dann zu den regulären Zeiten geöffnet – mittwochs bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 17 Uhr.

Bis zum Startschuss warte auf ihre Kollegen und sie noch viel Arbeit, sagt Tania Johnston. „Das Gebäude ist fast fertig. Jetzt geht es darum, die Ausstellung fertig zu bekommen.“ Diese trägt den Titel „Das Lebendige Universum“ und führt die Besucher auf einer 255 Meter langen Rampe an der Außenwand des spektakulären Gebäudes entlang, dessen Architektur einem Doppelsternsystem kurz vor der Supernova nachempfunden ist. Die Idee hierfür stammt vom 2015 verstorbenen SAP-Gründer Klaus Tschira, dessen Stiftung den Bau der Supernova finanziert, während die Eso für den Betrieb des Astronomie-Erlebniszentrums zuständig sein wird.

Prunkstück des Gebäudes ist das digitale Planetarium, das über 110 Sitzplätze und eine 360-Grad-Projektionskuppel mit einem Durchmesser von 14 Metern verfügt. Hier werden täglich mehrere Astronomieshows gezeigt – etwa „Eine Tour durchs Sonnensystem“ oder „Europas Weg zu den Sternen“. Des Weiteren soll es verschiedene Führungen geben sowie Sonderausstellungen, Workshops und vieles mehr. Überdies sind spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche geplant, schließlich gehen die Verantwortlichen davon aus, dass unter den Besuchern allein rund 20 000 Schüler pro Jahr sein werden – vom Kindergartenkind bis zum Abiturienten.

Kostenlose Tickets

Der Eintritt zum Astronomie-Erlebniszentrum Eso-Supernova wird kostenlos sein – genauso wie sämtliche Planetariumsshows, Führungen und sonstige Veranstaltungen. Da die Plätze bei diesen speziellen Angeboten jedoch begrenzt sind, müssen die Besucher hierfür – anders als bei der Dauerausstellung – Tickets lösen. Diese sind auch im Gebäude an einem Schalter erhältlich, jedoch empfiehlt Tania Johnston, die Karten vorab im Internet zu reservieren – über die Webseite supernova.eso.org. Hier findet sich auch eine Übersicht mit allen Veranstaltungen. So werden beispielsweise am Auftaktwochenende am 28. und 29. April fünf verschiedene Planetariumsshows gezeigt. Sie dauern jeweils rund 45 Minuten und sind auf Deutsch oder Englisch – genauso, wie auch die Führungen in beiden Sprachen angeboten werden.

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