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Hindernislauf auf dem Weg zur U-Bahn: Der Abgang zu den Gleisen ist am Maibaumplatz in Garching oft versperrt durch wild abgestellte Fahrräder. 

Aus dem GArchinger Stadtrat

Fahrrad-Chaos am Maibaumplatz

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Wild abgestellte Fahrräder versperren den Zugang zur U-Bahn in Garching. Die Stadt prüft jetzt, wie man das verhindern kann.

Garching – Ihre Slalomkünste unter Beweis stellen müssen dieser Tage nicht nur die Ski-Asse im Weltcup, sondern auch etliche Garchinger, die des morgens zur U-Bahn wollen. Denn ehe sie am Maibaumplatz zu den Gleisen hinabsteigen können, gilt es zunächst mal einen Weg vorbei an den zahllosen Fahrrädern zu finden, die dort fast flächendeckend stehen – statt in der nahen Fahrrad-Abstellanlage, die 2015 errichtet wurde und auf zwei Ebenen Platz für gut 530 Räder bietet.

Das Rad-Chaos am Maibaum hat nun auch den Bauausschuss im Stadtrat beschäftigt, nachdem Ulrike Haerendel (SPD) ihren Unmut über die jetzige Situation geäußert hatte. Sie schlug vor, Markierungen auf dem Boden anzubringen, um Radfahrern nachdrücklich vor Augen zu führen, wo sie ihr Gefährt abstellen dürfen – und wo nicht.

Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) überzeugte das aber nicht: „Markierungen auf dem Boden? Schön ist das nicht“, befand er. Der Rathauschef verwies auf die Schilder, die man am Rande des Maibaumplatzes aufgestellt habe und auf denen die Anfahrtszone der Feuerwehr gekennzeichnet sei. Denn nur, wenn ein Rad in diesem Bereich abgestellt sei, habe die Stadt eine Handhabe, dieses zu entfernen, betonte Gruchmann. „Wir haben das juristisch klären lassen, und es gibt keine Verordnung, wo man ein Fahrrad parken darf und wo nicht.“ Derweil habe die Stadtverwaltung eine externe Firma beauftragt, zweimal im Jahr sämtliche Schrottfahrräder am Maibaum zu entfernen. „Die werden erst mit einem Hinweiszettel markiert, dass man sie in den nächsten vier Wochen wegräumen muss“, sagte Gruchmann.

Ulrike Haerendel wollte sich damit aber nicht zufrieden geben. Sie plädierte abermals für Markierungen – „man kann ja erst mal nur Streifen auf den Boden kleben, und dann sieht man, ob es funktioniert, und ob es wirklich so schlimm aussieht“.

In eine andere Richtung ging der Vorstoß von Hans-Peter Adolf (Grüne). Er forderte die Stadtverwaltung auf, eine Satzung zur Regelung des Fahrradabstellens auf dem Maibaumplatz zu erlassen. „Das könnte man machen, weil das Gelände der Stadt gehört“, argumentierte der Fraktionschef der Grünen im Stadtrat. Auf Basis dieser Satzung hätte man dann eine rechtliche Grundlage, um wild abgestellte Räder zu entfernen.

„Das werden wir prüfen“, kündigte Bürgermeister Dietmar Gruchmann mit Blick auf den Vorschlag von Hans-Peter Adolf an. „Bisher hat mir das Ordnungsamt immer gesagt: Das darf man nicht.“  ps

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