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Mit Piano Dieter in der Freinacht am Flügel:  Greta Baden, Norbert Kutta, Max Hoffmann, Ulrike Haerendel, Bürgermeister Dietmar Gruchmann, Oliver Soini, Ursula Busch, Jan Stepputtis, Christian Heckemann, Thomas Hofmann und Joachim Krause.

Forschungscampus

„Galileo“ in Garching wird endlich fertig

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Ein langersehntes Projekt der Technischen Universität (TU) auf dem Garchinger Campus findet endlich seine Vollendung. Galileo, die Neue Mitte, soll am 17. September eröffnet werden.

Garching –  Das kündigte Investor Oliver Soini bei der SPD-Freinacht in Garching an. Im Frühherbst also sollen Audimax, Restaurants, Läden, Fitnessstudio, Büros und Hotel in das 200 Meter lange und 50 Meter breite Gebäude östlich des U-Bahnhofs einziehen. Der Termin zur Fertigstellung der Neuen Mitte, ein Lieblingsprojekt von TU-Präsident Wolfgang Herrmann, war mehrfach verschoben worden. Jetzt sieht Soini Licht am Ende des Tunnels. Galileo soll die Infrastruktur auf dem Campus aufwerten.

Freie Rede in der SPD-Freinacht

Frei von der Leber weg waren die Gäste der Freinacht eingeladen zu sprechen. Honoratioren aus Politik und Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Gewerbe nutzten die Gelegenheit, um ihre Wünsche an Stadt und TU loszuwerden. Galileo-Geschäftsführer Soini wies zudem auf mangelnden Wohnraum für Studenten hin. „Das ist ein großes Problem.“ Dieser Schuh drückt nicht nur Soini. Der designierte TU-Präsident Thomas Hofmann und Gate-Geschäftsführer Christian Heckemann teilen die Ansicht des Projektentwicklers. Laut Heckemann fehlen Wohnungen vor allem in der Stadt: „Ich kenne niemandem am Campus, der in Garching wohnt.“

Erbärmlich schwaches Handynetz 

Um Startups vor Ort zu halten, sollte die Stadt auch für genügend Büroflächen sorgen. Hofmann gewährte darüber hinaus einen Ausblick. Um große Firmen für den Standort zu begeistern, hätte er die TU gern als Elite-Uni nach dem Vorbild von Stanford oder Harvard entwickelt, Garching zur „Innovationsstadt“ gemacht. Dafür bräuchte es allerdings ein passables Handy-Netz. Heckemann beklagte Nachholbedarf auf dem Campus. In Gebäuden würde auf dem Display oft nur ein Balken angezeigt, draußen gerade mal zwei. Man müsse schon Spott ertragen, klagte der gate-Chef: „Firmen, die mit Big Data hantieren, können kaum eine SMS versenden.“

Unerträgliche Temperaturen im Musikschul-Obergeschoss

Norbert Kutta liegt das Wohlbefinden seiner Schüler am Herzen. Von wegen Klimawandel, sagte der Musikschulleiter. Im Obergeschoss sei im Sommer kein erträgliches Aushalten möglich. 40, ja, bis zu 50 Grad, müssten seine Leute ertragen. „Es muss dringend etwas beim Raumklima getan werden.“ Kunst-Kompass-Vorsitzende Ursula Busch hofft auf Platz im Bürgerhaus. Dem ein oder anderen Garchinger sei der Weg bis Hochbrück, ins Haus der Vereine, schlichtweg zu weit. 

Engagement für die Umwelt

Für die Umwelt engagieren sich die TU-Studenten Max Hoffmann und Greta Baden. Was Lebensgrundlagen für künftige Generationen betrifft, kritisiert Hofmann eine „große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit“. Beide nehmen die TU in die Pflicht. Wie Baden mitteilte, planen Studenten der AstA ein „Green Office“, um Umweltthemen an der Uni zu institutionalisieren. Wunschlos ziemlich glücklich scheint Jan Stepputtis. Der Leiter des Jugendhauses Hochbrück hat mit den Jahren erlebt, wie Jugendarbeit in Garching stetig an Bedeutung gewann. Für den 20. Juli, dem 20. Jubiläum des Jugendhauses, schwebt ihm ein großes Fest vor. SMS versendet sein junges Klientel eh nicht.

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