Die neue Mitte des TUM-Campus in Garching vereint Arbeit, Wissenschaft, Forschung, Lehrer, Kultur und Freizeit unter einem Dach. 
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Die neue Mitte des TUM-Campus in Garching vereint Arbeit, Wissenschaft, Forschung, Lehrer, Kultur und Freizeit unter einem Dach.

TUM-Campus in Garching

Nach „Galileo“-Eröffnung sollen Studentenwohnungen und eine U6-Verlängerung folgen

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    vonSabina Brosch
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Das „Galileo“ auf dem TUM-Campus ist eröffnet. Doch mit dem Bau sind die Planungen nicht abgeschlossen. Studentenwohnungen und die U-Bahn-Weiterführung stehen auf der Wunschliste.

Garching – Mit „Blut, Schweiß und Tränen“ wurde die neue Mitte des TUM Campus geboren, resümierte Klaus Kluth, Mieter und Betreiber des Kongresszentrums sowie des Courtyard Marriott Hotels und Stellaris Apartment-Hotels. Nichtsahnend, in welch’ ein Abenteuer er sich werfen würde, sei er nun mit dem außerordentlich stimmigen Resultat zufrieden. Fünf Mal wurde die Eröffnung verschoben oder abgesagt, 1305 Tage verbrachte sein Team im Baucontainer und habe für die Eröffnung gearbeitet, bis es endlich hieß: „Ende gut, alles gut“, sagte Kluth.

TUM-Campus in Garching - Nächstes Semester soll wieder vor Ort stattfinden

Nun brauche es nur noch volle Hotelbetten und Hörsäle. Für letzteres will Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sorgen. Er versprach, dass „das Wintersemester ein Präsenzsemester sein wird“. Akademisches Wachsen und sich Messen gehe nur in Präsenz, „zudem sollen Bildungseinrichtungen auch Herz und Charakter bilden und das geht nur in unmittelbarem Austausch“. Alle paar Wochen komme Sibler auf den Campus, hier verändere sich ständig etwas. Das liege auch an der Hightech-Agenda des Freistaates, der 3,5 Milliarden Euro investiere. „Wir zeigen mit diesem Standort, dass wir Zukunft gestalten wollen“, betonte Sibler. „An der U-Bahn Weiterführung zum Flughafen arbeiten wir noch.“

„Die Studenten müssen am Campus gehalten werden“, sagte TUM-Präsidenten Thomas Hofmann.

Als treibende Kraft der Entwicklung war es für den emeritierten TUM-Präsidenten Wolfgang Herrmann wichtig, dass ein Campus von der Begegnung der Menschen geprägt wird. „Das hat uns lange gefehlt und das haben wir nun mit Galileo.“ Die Entwicklung des Campus dürfe dennoch nicht stillstehen, forderte der amtierende TUM-Präsidenten Thomas Hofmann. Während seines Studiums habe er noch auf grüne Wiesen geblickt.

„In etwa vier Jahren werden hier 30 000 Menschen lernen, lehren und arbeiten“, sagte TUM-Präsident Hofmann

Gute Ideen entstünden jedoch nicht nur im Hörsaal. „In etwa vier Jahren werden hier 30 000 Menschen lernen, lehren und arbeiten“, sagte Hofmann. Weitere Lehrstühle würden nach Garching ziehen, die Grundsteinlegungen für neue Standorte von Siemens und SAP erfolgen noch heuer. Für einen Spitzencampus fehle es jedoch an Wohnungen, vor allem für Studenten. „Die Studenten müssen am Campus gehalten werden, das müssen wir unbedingt kraftvoll angehen.“ Nur so könne ein studentisches Leben entstehen, ähnlich wie in der Nachbarstadt Freising.

Spärlich besetzt war der Hörsaal bei der „Galileo“-Eröffnung. Nur eine begrenzte Teilnehmerzahl war erlaubt. 

Ebenso vehement forderte Hofmann auf, sich Gedanken über ein neues Mobilitätskonzept zu machen. Er sprach von einem autonomen öffentlichen Beförderungssystem. „Der Campus könnte zu einem Test- und Vorzeigeobjekt für den Wissenschaftscampus von morgen werden.“

Letztlich könne auch die Stadt Garching von Synergien profitieren, wenn die Studenten die Gastronomie nutzen. „Das ist natürlich erstrebenswert und mit Sicherheit hat die Stadt hier einiges zu bieten“, sagte Bürgermeister Dietmar Gruchmann.

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