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Garchinger Integrations-Ausflügler in Neuhaus am Schliersee: „Das ist schon ein besonderes Bild, das wir da abgeben, wenn wir unterwegs sind“, sagt Sara Hoffmann-Cumani. Etwa hier bei der Rückkehr vom Bodenschneidhaus.

Projekt "Meine neue Heimat"

Garching gewinnt Bayerischen Integrationspreis

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Garching – Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenbringen – das ist die Grundlage nahezu aller Integrationsprojekte. Doch allein damit ist es nicht getan: „Es hilft wenig, wenn man die Menschen nur in einen Raum setzt und wartet, dass etwas passiert“, sagt Claudio Cumani vom Garchinger Integrationsbeirat. Wie man Barrieren im Alltag und auf spielerische Art abbauen kann, zeigt das Projekt „Meine neue Heimat“, das am 8. Juni im Landtag mit dem Bayerischen Integrationspreis ausgezeichnet wird.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit von Integrationsbeirat sowie den Garchinger Abteilungen des Deutschen Alpenvereins und des Bund Naturschutz. Die Idee: Bei gemeinsamen Ausflügen in die Berge sollen Berührungsängste abgebaut werden – und zwar in zweierlei Richtung, erklärt Sara Hoffmann-Cumani, eine der Initiatoren.

Viele glauben an Alkoholzwang im Biergarten

Zum einen gehe es darum, Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund abzubauen. Zum anderen wolle man den Neu-Garchingern aus anderen Ländern aber auch die bayerische Kultur und die bayerische Natur näherbringen. „Viele kennen ihr Umfeld kaum. Es gibt zum Beispiel Muslime, die sich nicht in den Biergarten trauen, weil sie denken, dass man dort Bier trinken muss“, sagt Sara Hoffmann-Cumani. „Hier wollen wir Berührungsängste abbauen und die Menschen mit ihrer neuen Heimat vertraut machen.“ 

Ausflüge in die Berge

Seit vier Jahren bieten die Initiatoren des Projekts Ausflüge an: Mit 20 bis 40 Teilnehmern waren sie unter anderem bei einer Wanderung am Schliersee samt internationalem Büfett auf der Berghütte; am 23. Juli steht eine Tour ins Murnauer Moos an. „Für uns ist es wichtig, dass wir die Ziele mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können“, sagt Hoffmann-Cumani. Außerdem suche man gezielt nach leichten Wanderungen, die für alle Teilnehmer machbar seien. „Für viele ist es der erste Ausflug in die Berge“, sagt Hoffmann-Cumani. „Am Schliersee war zum Beispiel eine Familie mit vollverschleierten Türkinnen dabei. Das ist schon ein besonderes Bild, das wir da abgeben, wenn wir unterwegs sind.“

2000 Euro Preisgeld

Dass ihr Projekt mit dem Bayerischen Integrationspreis ausgezeichnet wird, sei eine große Ehre, freut sich Sara Hoffmann-Cumani. Außerdem könne man sich mit 2000 Euro Preisgeld „mehrere Träume erfüllen“. Unter anderem eine zweitägige Wanderung – inklusive Übernachtung auf der Berghütte.

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