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Spaß beim Spielen mit der kleinen Jack-Russel-Hündin haben der fünfjährige Julius (links) und sein Freund Lukas im Kindergarten Falkenstein. Den Ball gibt Peaches nicht so einfach zurück.

Seit Februar in der Einrichtung

Peaches, der Star vom Falkenstein: Dieser Hund hilft Kindern, den Umgang mit Tieren zu lernen

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Die Buben und Mädchen im Kindergarten Falkenstein in Garching haben einen ganz besonderen Spielkameraden: Hünding Peaches. Sie soll die Kinder an den Umgang mit Tieren gewöhnen.

Garching – Die tischtennisballgroßen Pfoten fetzten über das Gras im Garten der Garchinger Kindergarten Falkenstein, die rote Leine hüpft hinter dem braun-weiß gescheckten Hund über die Wiese. Die Augen der fünf Monate alten Jack-Russel-Dame Peaches fixieren das Spielzeug, das hoch über ihr in der Hand von Julius schwebt. Der Fünfjährige holt aus und wirft den Ball mit aller Kraft in Richtung Klettergerüst. Die Kugel fliegt in einem hohen Bogen durch die Luft und landet drei Meter weiter im Gras. Peaches springt los, klemmt sich den Ball zwischen die Zähne und trabt mit wedelndem Schwanz zurück zu Julius. Der Junge streichelt der Hündin über den Kopf. Die zwei verstehen sich. Seit Februar ist Peaches der neue Kindergartenbegleithund im Kindergarten Falkenstein. Die Hünding soll den Kindern die Angst und die Scheu im Umgang mit Tieren nehmen und sie an sie gewöhnen

Ein eingespieltes Team: Mareike Neuber und Peaches.

Mareike Neuber (29) arbeitet dort als Heilpädagogin, sie ist Peaches’ Besitzerin. Sie sitzt im Schatten eines Baumes und beobachtet ihren Hund beim Spielen mit den Kindern. „Die beiden haben schon eine besondere Bindung aufgebaut“, sagt sie und blickt zu Julius, der hinter Peaches herläuft. Seit Mitte Februar begleitet die Hündin den Alltag ihres Frauchens. „Am Anfang habe ich sie ein paar Mal die Woche mitgenommen“, sagt Neuber. Mittlerweile ist Peaches ein festes Mitglied im Kindergarten. „Sie ist traurig, wenn sie nicht mit darf.“ Trotzdem hat das Tier auch einen Rückzugsort im Haus. Drei Mal pro Tag steckt Neuber sie in ihre Box. „Freiwillig geht sie selten rein“, sagt sie. „Peaches hat Angst, Sachen zu verpassen.“ Doch die Pausen sind nötig. Die Zeit mit den Kindern und das viele Herumtoben bedeutet noch viel Kopfarbeit für den Hund.

Julius kramt in einem Beutel und zieht ein Leckerli heraus. Peaches Augen beginnen zu strahlen. Der Fünfjährige streckt den Arm aus, hebt den Zeigefinger und sagt laut: „Sitz“. Die Hündin legt den Kopf schief, hockt sich aber auf ihre Hinterbeine. Julius gibt ihr die Belohnung. „Manchmal reagiert Peaches schon auf uns“, sagt er stolz. Das Wichtigste seien klare Signal, erklärt Neuber und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Aber am besten klappt es natürlich mit einem Leckerchen.“

„Von Tag zu Tag ist er mutiger geworden“

Nicht alle Kinder sind so neugierig wie Julius. Ein paar hatten am Anfang Angst vor der Jack-Russell-Hündin. „Durch berühren, sehen und fühlen verlieren die meisten ihre Angst“, sagt Neuber. Auch Julius Freund Lukas (5) hatte vor ein paar Wochen noch Respekt vor Peaches. „Von Tag zu Tag ist er mutiger geworden“, sagt die Heilpädagogin. Die beiden Buben verfolgen mit ihren Blicken die Hündin, während sie erneut dem Ball hinterher rast. Brav bringt Peaches ihn zurück. Lukas traut sich sogar, das Spielzeug zu holen. Mit einer geschickten Handbewegung schnappt er der Hündin den Ball aus dem Maul.

Vor Peaches Ankunft gab es eine Hunde-Einführung in allen Gruppen. Den Kleinen wurde gezeigt, was der Hund mag und was nicht. „Peaches will jedem gefallen“, sagt Neuber. Noch muss sie den Alltag im Kindergarten kennenlernen, doch bald will Neuber mit der Hündin die Ausbildung zum Therapiehund machen. „Sie sollte sich nicht ablenken lassen und auf Abruf hören.“ Peaches großer Vorteil: Sie kennt das Leben im Kindergarten seit dem Welpendasein. Außerdem ist sie feinfühlig und kann sich auf jeden Menschen individuell einstellen – eine wichtige Eigenschaft eines Therapiehundes. Neuber ist der Meinung, dass jede Rasse als Begleithund geeignet ist, „wenn man die Hunde richtig erzieht“, sagt sie.

Peaches wartet schon auf den Rest der Kinder

Julius und Lukas rennen im Zickzack über die Wiese des Kindergartens. Fröhlich springt Peaches an den Buben hinauf. „Das wird zu viel“, sagt Neuber im bestimmenden Ton. Die beiden Jungs stoppen sofort und schauen die Heilpädagogin an. „Alles mit Ruhe“, sagt sie und macht eine beschwichtigende Handbewegung.

Julius und Lukas haben einen besonderen Draht zur Hündin. Doch noch kennen, coronabedingt, nicht alle Kinder Peaches. Und die kann es kaum erwarten, bis sie auch mit dem Rest spielen kann.

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