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Für die Umgehung von Dietersheim liegen einige Varianten vor (grün, rot, blau). Ihnen gemeinsam ist die Ableitung von der B11 auf Höhe des Klärwerks. Die Vorschläge rot und blau führen zurück zur B11. Die große Lösung (grün) sieht vor, dass die Umgehung in die Autobahnauffahrt Garching-Nord mündet.

Garching und Eching planen gemeinsam

So könnte die Ortsumfahrung für Dietersheim aussehen

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Garching - In Richtung Dietersheim soll die Stadt Garching deutlich wachsen. Die Nachbargemeinde Eching plant eine Umfahrung für seinen Ortsteil.

Im Norden von Garching sind in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etliche Projekte geplant. Zwischen Ortsrand und Campus soll ein neues Wohngebiet für bis zu 2800 Menschen entstehen, die Kommunikationszone. Geht es nach dem Stadtrat, werden sich überdies zwischen Autobahn und ehemaliger B11 alsbald die Rotorblätter von zwei rund 200 Meter hohen Windrädern drehen. Darüber hinaus wächst das Forschungsgelände rasant, sodass die TU München bereits auf potenzielle Erweiterungsflächen jenseits der früheren B11 schielt. Und, ach ja: Die Hoffnung, dass die U6 irgendwann bis nach Neufahrn verlängert wird, haben sie in Garching natürlich auch noch. 

Garchings Zukunft liegt zwischen Stadtrand und Campus

Inmitten dieser Gemengelage kommt jetzt ein weiteres Projekt hinzu – obgleich nicht von Garching initiiert. Vielmehr plant die Nachbargemeinde Eching eine Umfahrung für ihren lärmgeplagten Ortsteil Dietersheim, durch den zurzeit durchschnittlich 10 000 Fahrzeuge pro Tag rauschen. Aus diesem Grund ist Bürgermeister Josef Riemensberger (CSU) im Garchinger Stadtrat vorstellig geworden, um erste Überlegungen zu präsentieren. „Meine Bitte ist es, dass wir das gemeinsam betrachten“, sagt der Echinger Rathauschef. „Und dann sagt jede Kommune, was ihr wichtig ist.“ 

Zunächst aber zeigt Riemensberger dem Stadtrat anhand einer Grafik mögliche Trassen, ohne dabei jedoch ins Detail zu gehen. Verschiedene kleinere Varianten sehen vor, den Verkehr im Norden von Dietersheim, auf Höhe des Klärwerks „Gut Marienhof“, abzuleiten, und die Umgehungsstraße an der Gemeindegrenze von Eching und Garching wieder auf die ehemalige B11 einmünden zu lassen, die vor Kurzem zur Staatsstraße abgewertet wurde. Die große Lösung indes sieht einen direkten Anschuss der Umgehungsstraße an die Autobahnauffahrt Garching-Nord vor.

Riemensberger: „Der nächste Schritt wäre, dass wir gemeinsam Ziele festlegen.“

Welche dieser Trassen tatsächlich in Betracht komme, lässt Riemensberger offen. „Das wird sicher noch einige Diskussionen brauchen“, sagt der Bürgermeister. Ihm sei es jedoch ein Anliegen, die Nachbarkommune bereits zu diesem frühen Stadium einzubinden. „Der nächste Schritt wäre, dass wir gemeinsam Ziele festlegen.“ Als sich der Garchinger SPD-Stadtrat Götz Braun nach einem genaueren Zeitplan und der Finanzierung einer solchen Straße erkundigt, bleibt Riemensberger in beiden Punkten vage. Der Echinger Gemeinderat habe einen Grundsatzbeschluss gefasst, die Ortsumfahrung in kommunaler Sonderbaulast durchzuführen. „Nach der Fertigstellung könnte man die Straße an den Freistaat Bayern übergeben und hätte keine weiteren Unterhaltskosten“, sagt Riemensberger, der aber betont: „Außer einer Planungsvereinbarung mit dem Freistaat haben wir noch nichts.“ 

Die vorgelegten Überlegungen sollen nun in den Fraktionen des Garchinger Stadtrats besprochen werden. Danach wird das Thema erneut in den Stadtrat kommen.

ps

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