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Kostenlos in den Kindergarten: In Garching wird das vielleicht bald Realität.

Kostenloser Kindergarten für Garchinger

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Kostenlose Kindergärten für alle. Was die Landeshauptstadt München einführen will, könnte die Stadt Garching bald umsetzen.

Garching –  Maximal 155 Euro zahlen Garchinger Eltern aktuell im Monat, wenn sie ihr Kind in den ersten beiden Kindergartenjahren in einen städtischen Kindergarten bringen. Im dritten Kindergartenjahr fördert der Freistaat den Besuch bislang mit 100 Euro. Das Geld geht an die Stadt, die gibt es an den Träger weiter. Der wiederum erlässt den Eltern die (Teil-)Kosten. Ab 1. April fördert der Freistaat sogar alle Kindergartenkinder mit 100 Euro.

Nach dem Münchner Vorstoß, die Betreuung in den Kindergärten für die Eltern kostenlos machen zu wollen, diskutierte nun der Garchinger Stadtrat, ob das in der Universitätsstadt möglich ist. Ein erster Vorschlag der Verwaltung: Maximal 96 Euro monatlich für die Ganztagesbetreuung. Der Freistaat fördert den kompletten Betrag. Der Höchstbetrag soll auch in nicht-städtischen Einrichtungen mit Defizitvereinbarung gelten.

Für Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) sind kostenfreie Kindergärten – gerade nach dem Münchner Vorstoß – ein wichtiger Standortfaktor. Allerdings auch ein teurer: Rund 185 000 Euro dürfte das die Gemeinde jährlich kosten. Wobei der Betrag noch deutlich steigen könnte. Die Verwaltung fürchtet, dass Eltern künftig mehr Stunden buchen, als sie eigentlich benötigen. Dann wiederum bräuchten die Einrichtungen mehr Personal, um den Schlüssel 1:10 zu decken, und womöglich mehr Räume. Auch wenn nur 60 bis 70 Kinder, die aktuell nicht in der Einrichtung essen, künftig länger bleiben würden.

Das verdeutlichte Cornelia Otto, Fachbereichsleiterin Bildung und Soziales, am Kindergarten Spatzennetz im Römerhof. „Im Erdgeschoss gibt es eine Ganztagesgruppe mit Mittagessen. Dort ist auch die Küche. Wenn künftig auch die Gruppen im Obergeschoss mittagessen, bräuchte man einen Lastenaufzug.“ Auch mehr Personal zu finden, sei eine Herausforderung. Viele Erzieher in den städtischen Einrichtungen arbeiten Teilzeit, weil sie selbst Familie haben, erklärte Otto.

Florian Baierl, Fraktionssprecher der Unabhängigen Garchinger, teilte die Bedenken: „Die Eltern sind dann tendenziell großzügiger bei der Buchung.“ CSU-Fraktionssprecher Jürgen Ascherl regte an, die Verwaltung könne sich in Unterföhring informieren. Dort ist der Kindergartenbesuch schließlich seit Jahren kostenfrei.

Bürgermeister Gruchmann setzt auf die „Kontrolle der Stadtgesellschaft, dass realistische Buchungszeiten in Anspruch genommen werden“. Zur Not könne man auch an den Essens- und Spielgebühren schrauben. „Dort, wo es um Qualität geht, wird oft um jeden Cent diskutiert“, kritisierte der Bürgermeister. Vielleicht seien die Eltern bereit, hier etwas mehr zu investieren, wenn sie künftig keine Betreuungsgebühren mehr zahlen müssten.

Dass der Vorschlag, die Kindergärten künftig kostenlos zu machen, ein guter ist, darüber waren sich alle Stadträte am Ende einig, die Garchinger Eltern dürfen sich schon zum kommenden Kindergartenjahr darauf freuen. Eine Entscheidung steht allerdings noch aus. Die Verwaltung will den Beschluss im Landtag Mitte Mai abwarten.

Lesen Sie auch: Ab wann München die Kita-Gebühren abschaffen will und die Unterschiede bei den Kita-Gebühren in Deutschland

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