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Eine Straße, aber kein Radweg führt über weite Teile zum Echinger See.

Das lange Warten auf ein Stück Radweg

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Zwischen Garchinger See und Echinger See soll schon lange ein durchgängiger Radweg entstehen. Doch nur Teilstücke sind fertig. Grund dafür sind Rechtsstreitigkeiten.

Garching– Einen Anfang gibt es bereits, ein Ende auch – und mittendrin ist ein Stückchen des Radwegs zwischen Garchinger See und Echinger See sogar schon fertiggestellt. Und doch müssen Radler auf dem größten Teil der Strecke weiter auf der Straße fahren – während Autos und zahllose Lastwagen mit Tempo 60 an ihnen vorbeidonnern – sofern sich die Fahrer an die Beschränkung halten, was wahrlich nicht alle tun.

Dabei sollte der Radweg entlang der Seestraße zwischen Eching und Garching nach dem Wunsch der beiden Kommunen eigentlich schon längst fertig sein. Doch der Gemeinde aus dem Landkreis Freising fehlt zur Verwirklichung des Projekts noch ein letztes Grundstück, das der Inhaber jedoch nicht verkaufen will. Daher hat Eching ein Enteignungsverfahren angestrengt, das sich nun ebenfalls schon längere Zeit zieht. Genauer gesagt sind es zwei Verfahren: Zum einen will die Kommune über das Instrument einer sogenannten vorzeitigen Besitzeinweisung den Baubeginn schnellstmöglich herbeiführen. Zum anderen geht es um die eigentliche Enteignung des Grundstücksbesitzers und um die Entschädigung, die er dafür erhält.

Zuständig in beiden Verfahren ist in erster Instanz das Landratsamt Freising. Dieses hat laut Hubert Wittmann, dem Leiter der Liegenschaftsabteilung im Echinger Rathaus, im vergangenen Oktober dem Antrag auf Enteignung zugestimmt. Gegen diese Entscheidung habe der Grundstücksbesitzer jedoch Rechtsmittel eingelegt; nun liege der Fall in zweiter Instanz beim Landgericht Landshut. Bei der aus Gemeinde-Sicht wohl noch wichtigeren Frage nach einer vorzeitigen Besitzeinweisung habe das Landratsamt im vergangenen März dagegen zugunsten des Grundstücksbesitzers entschieden, berichtet Wittmann. Dagegen hat wiederum die Gemeinde Rechtsmittel eingelegt, sodass auch dieser Streit aktuell beim Landgericht Landshut liegt – seit fast einem Jahr.

„Wir hoffen, dass hier bis Frühjahr eine Entscheidung fällt“, sagt Hubert Wittmann. Dann könnte sich die Gemeinde – sofern das Urteil zu ihren Gunsten ausgeht – umgehend daran machen, die staatlichen Fördergelder für das Vorhaben zu beantragen und die Ausschreibung zu starten.

Schon vorhanden sind die Anschlussstellen für einen Radweg: am nördlichen Ende entlang des Echinger Sees und im Süden an der Brücke über die Garchinger Ortsumfahrung. Zudem existiert entlang des Kieswerks bereits ein etwa 600 Meter langes Teilstück des Fahrradwegs, das vor einigen Jahren im Zuge der Bauarbeiten dort angelegt wurde. Den Rest des Weges würde die Gemeinde Eching sowohl auf ihrem als auch auf Garchinger Gebiet federführend bauen. Das sieht eine Vereinbarung vor, die beide Kommunen bereits unterzeichnet haben, sagte Wittmann. Anschließend würden sich die Kommunen die Kosten entsprechend aufteilen.

In Garching jedenfalls wird dem Bau des Radwegs bereits seit Jahren entgegengefiebert. „Die Verbindung wird dringend benötigt – für Garchinger, aber auch für Echinger Bürger“, sagt Rudi Naisar, Fahrradbeauftragter der Universitätsstadt. Während im Sommer viele Garchinger mit dem Rad zum Echinger See fahren, wäre ein solcher Radweg für die Bewohner des Nachbarorts „eine gute Anbindung an das Forschungsgelände“, sagte Naisar.  ps

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