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Nach Kerosin-Unfall auf TUM-Campus: Landtags-Grüne fordern Konsequenzen

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Unfallort Forschungscampus: Bis zu 5000 Liter Kerosin sind hier in Boden und Grundwasser gelaufen. Auf der Wiese bohrten gestern Arbeiter nach Proben. 	Foto: florian prommer
Unfallort Forschungscampus: Bis zu 5000 Liter Kerosin sind hier in Boden und Grundwasser gelaufen. Auf der Wiese bohrten gestern Arbeiter nach Proben. (Archivbild) © Florian Prommer

5000 Liter Kerosin sind vor gut einem Monat auf dem TUM-Campus in Garching ins Grundwasser gesickert. Die Landtags-Grünen fordern nun Konsequenzen.

Garching - Nach dem Kerosin-Unfall an der TU München am Campus in Garching Mitte Juli haben die Grünen-Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis, Claudia Köhler und Markus Büchler, in einer Schriftlichen Anfrage Auskunft von der Staatsregierung verlangt und nun erhalten.

Claudia Köhler zeigt sich mit den Antworten wenig zufrieden: „Dass an einer staatlichen Forschungseinrichtung einfach mal über 5000 Liter Kerosin in den Boden versickern können, ist ein Unding. Hausbesitzer müssen für Heizöl doppelwandige Tanks oder eine speziell abgesicherte, undurchlässige Wanne vorweisen können und staatliche Einrichtungen offenbar nicht?“ Die Aussage der Staatsregierung, dass ja alles den „Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen entspricht“, könne sie nicht nachvollziehen. „Denn dann dürfte eigentlich nichts ins Grundwasser gelangen“, betont Köhler. Genau dafür seien solche Anlagen ja da – doch das Grundwasser sei trotzdem beeinträchtigt. „Ich verlange als Konsequenz einen Sicherheitscheck für alle Anlagen mit gefährlichen Einsatzstoffen an der TU München“, schreibt sie in einer Pressemitteilung und fordert: „Ein Unfall wie bei diesem Kerosintank darf sich nicht wiederholen.“

Dazu ergänzt Markus Büchler: „Bei jedem Verkehrsunfall mit auslaufendem Diesel wird unmittelbar danach das belastete Erdreich abgetragen und entsorgt. Wieso muss der Bodenaustausch hier erst aufwendig geprüft werden?“ Führ ihn klinge das nach einem „sehr laschen Vorgehen. Ich verlange, dass zum Schutze unseres Grundwassers der kontaminierte Boden vollständig entfernt wird. Ferner möchte ich für die Öffentlichkeit eine Auskunft über den gesamten entstandenen Schaden nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen.“

Weitere Nachrichten aus Garching und dem Landkreis München finden Sie hier.

mm

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