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Eröffnung erst im  Herbst, die Außenanlagen werden nicht rechtzeitig fertig.

Garching: Neue Mitte-Eröffnung verzögert sich

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Garching – Das Großprojekt Neue Mitte (Galileo) auf dem Forschungscampus bleibt sich auch im Endspurt treu. Nachdem sich der Bau des gut 160 Millionen Euro teuren Gebäudes jahrelang verzögert hat, muss nun die Eröffnungsfeier ebenfalls verschoben werden.

Eigentlich war der offizielle Festakt, wie berichtet, für den 4. Mai geplant – eingebettet in die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Technischen Universität München (TUM).

Doch diesen Termin habe man nun abgesagt, sagt Bernhard Nüsse, Geschäftsführer der Projektgesellschaft „Neue Mitte am Hochschulcampus“. Grund seien Verzögerungen bei den Arbeiten im Außenbereich, wofür wiederum die lange Frostzeit im März verantwortlich sei. Im Audimax, wo die Veranstaltung stattfinden sollte, liege man zwar im Zeitplan, sagt Nüsse. „Aber die Gäste müssen ja auch ins Gebäude reinkommen. Und hier ist die Decke über der U-Bahn noch nicht fertig.“

Eine Eröffnungsfeier für das 200 Meter lange und 50 Meter breite Gebäude östlich des U-Bahnhofs Forschungszentrums werde im Herbst erfolgen, sagt der Geschäftsführer. Bis dahin sollen auch die Büros und Hörsäle, das Kongresszentrum samt Hotel und Gästehaus sowie die Geschäfte, Restaurants und Kioske in der Neuen Mitte ihre Türen geöffnet haben. Wie berichtet, war es auch hier bei den Bauarbeiten zu Verzögerungen gekommen, nachdem die Macher vor gut einem halben Jahr noch angekündigt hatten, dass die Einrichtungen im ersten Quartal 2018 in Betrieb gehen.

Dass nun auch die Eröffnungsfeier abgesagt werden muss, sei schade, sagt Ulrich Marsch, Pressesprecher der TUM. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“ Ohnehin ändere sich dadurch nichts an der Tatsache, dass die Universität einer der größten Mieter in der Neuen Mitte sein wird, betont Marsch. „Das Galileo ist extrem wichtig für uns.“ Stand jetzt gehe die TUM davon aus, sagt der Sprecher, dass sie das Audimax und die weiteren Hörsäle im Wintersemester 2018 nutzen könne, also ab Oktober.

Die jüngste Verzögerung ist freilich nur ein Klacks, wenn man in die Historie des Galileo-Gebäudes blickt. So träumte TUM-Präsident Wolfgang Herrmann bereits 2004 von einer Neuen Mitte, um „Garchosibirsk“ mehr Leben einzuhauchen. Doch nachdem eine Bietergemeinschaft aus drei Firmen 2008 den Zuschlag für das Projekt im Rahmen einer Öffentlich-privaten-Partnerschaft erhalten hatte, kam es zu Rechtsstreits um den Architektenwettbewerb, zu Turbulenzen infolge der Finanzkrise und zu Besitzerwechseln.

Als die Bauarbeiten dann 2014 begannen, hieß es, dass das Gebäude Ende 2016 bezugsbereit sein werde. Nun hat sich dieser Termin also um gut eineinhalb Jahre verzögert. Und auch der Bau des ursprünglich angedachten direkten Zugangs vom U-Bahn-Aufgang wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Immerhin: Die ersten Mieter sind inzwischen schon in die Neue Mitte eingezogen, und ein Fitnessstudio hat dort auch bereits seine Türen geöffnet. Patrik Stäbler

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