CO2-frei unterwegs: Der Einkauf wird gebracht.
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CO2-frei unterwegs: Der Einkauf wird gebracht.

„Knuspr“

Lebensmittel direkt an die Haustür: Neuer Lieferdienst ab August in Hochbrück ansässig

Lebensmittel-Lieferungen bis an die Haustür erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ein neuer Lieferdienst nimm ab August den Betrieb auf. Sein Logistikzentrum ist in Hochbrück.

Garching – Die schnelle Lieferung von Lebensmitteln ist zum Geschäftsmodell geworden. Der Einkauf wird an die Wohnungstür gebracht, innerhalb weniger Stunden. Der Online-Lebensmittelhandel gehört zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. In München will ab August auch der tschechische Online-Supermarkt Rholik mit seiner deutschen Tochter „Knuspr“ Kunden gewinnen.

Das Logistikzentrum entsteht in Garching und ist der erste deutsche Standort von Knuspr. Mit rund 7500 Quadratmetern soll das Warenhaus an der Robert-Bosch-Straße 15 in Hochbrück das Herzstück des Online-Supermarkts bilden. Von hier aus werden die Einkäufe aus dem Voll-Sortiment mit anfangs etwa 9000 Artikeln innerhalb von drei Stunden an die Haustür geliefert.

CO2 sparen bei der Lieferung

Knuspr bietet den Einkaufsservice für ganz München, fast alle Landkreis-Gemeinden und einige Gemeinden im Landkreis Freising an. „Die Fahrer sind mit hauseigenen Knuspr-Vans unterwegs, die mit Strom oder Gas angetrieben werden und CO2 einsparen“, sagt Knuspr-Sprecherin Lena Kubowitsch.

Rund 150 Mitarbeiter werden bis zum Jahresende am Münchner Standort für den Online-Supermarkt arbeiten, teilt Geschäftsführer Erich Comor mit.

Das Sortiment stammt zu 30 Prozent von lokalen Erzeugern. Damit will Knuspr mit Qualität und Frische punkten, das komme sowohl der Umwelt als auch dem regionalen Produzenten zugute, betont Lena Kubowitsch. „Der Kunde bekommt neben allen benötigten Produkten aus dem Supermarkt auch feldfrische Lebensmittel aus der Gegend. Auf einen Klick und innerhalb von 3 Stunden geliefert.“

Regionale Partner

Victor Kaczinski, verantwortlicher Einkäufer für Obst und Gemüse, hat regionale Partner gefunden. „Unsere Münchener Kundschaft beliefern wir demnächst zum Beispiel mit bayerischen Süßkartoffeln vom Ruasshammer Hof, einem kleinen Familienbetrieb in Ismaning.“ Erdbeeren kommen in der Saison rund sechs Mal am Tag vom Lieferanten Hofreiter, frisch von dessen Feldern, die neun Kilometer entfernt liegen. Auch bayerischen Ingwer und bayerischen Kurkuma, der auf den Feldern der Gärtnerei Böck in Neufarn wächst, wird es geben.

Nach München will der Online-Supermarkt noch in diesem Jahr seinen zweiten Standort in Bischofsheim im Städtedreieck Frankfurt, Wiesbaden und Mainz eröffnen, teilt das Unternehmen mit.

mm/icb

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