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Parkplätze sind in Garching oft Mangelware. Das soll sich mit einem neuen Verkehrskonzept nun ändern

Noch in diesem Jahr

Neues Verkehrskonzept soll Parkprobleme in Garching lösen

  • Sabina Brosch
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Noch in diesem Jahr wird Garching ein umfassendes Verkehrskonzept in Angriff nehmen. Ein wichtiger Bereich wird dabei das Thema Parken sein, bei der die Zeitbegrenzung der Parkscheinpflicht auf ihre Tragfähigkeit geprüft wird.

Garching – Vor allem während Großveranstaltungen in der Allianz Arena stößt es den Garchingern verstärkt auf, dass Arena Besucher „ihre“ Parkplätze nutzen, um dann mit der U-Bahn weiter nach München zu fahren. Ein Einkauf oder Erledigungen am Abend seien dadurch oft nicht möglich, Parkplätze bis zum nächsten Morgen oft blockiert. Daraus jedoch, wie in einem Antrag aus der Bürgerversammlung gefordert, eine Änderung der Zeitbegrenzung der Parkscheinpflicht abzuleiten, wollte der Finanzausschuss nicht ableiten.

Parkzeitreduzierung nicht erstrebenswert

Das Problem hätten die Stadträte erkannt, auch dass gewisse Anpassungen und Änderungen notwendig sind, sie wollen dies jedoch in einem umfassenden Verkehrskonzept behandeln. „Einen Schnellschuss wollen wir nicht“, so Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Eine „uneinheitliche“ Regelung, also eine Parkzeitreduzierung auf eine Stunde schade der örtlichen Gastronomie, „viele nutzen die Gelegenheit für ein Essen, etwa vor einem Fußballspiel und davon profitieren unsere Gastronomen“, so Gruchmann. Änderungen, die sich etwa auf den Innenstadtbereich beschränken, seien ebenso abzulehnen, da Gruchmann dann Argumente, „das haben wir nicht gesehen, oder nicht gewusstt“ befürchtet. Außerdem müsste man den Bereich „Innenraum“ dann sehr genau definieren.

Alternative Parkangebote

Bastian Dombret (FDP) hat zwar „Sympathie für den Bürgerantrag“, man sei schließlich als Autofahrer dafür verantwortlich, Verkehrszeichen zu lesen, befürwortet jedoch ebenfalls ein „fundiert durchdachtes, gesamtheitliches Konzept.“ In dieses sollte nach Salvatore Disanto (CSU) mit einbezogen werden, dass alternative Parkangebote wie im Business Campus, wo für günstige 2,50 Euro geparkt werden kann, besser beworben werden. „Es gibt Möglichkeiten, diese Alternative attraktiver zu machen.“

Kommunale Verkehrsüberwachung ausgebaut

Bereits seit Herbst 2018 hat Garching die Kommunale Verkehrsüberwachung aufgrund der Anzahl der Parkverstöße ausgebaut. Vor Spielen in der Allianz Arena kontrollieren vier Mitarbeiter, zwei in der Innenstadt und je einer in Hochbrück sowie Business Campus, jeweils zwei Stunden vor Spielbeginn und nach Spielende. Seitdem seien die Verwarnungen zurückgegangen. „Ich verspreche Ihnen, dass wir in diesem Jahr, etwa in einem Workshop, konkret über das Thema Parken sprechen werden“, so Gruchmann. Hier kämen auch Themen, wie etwa die E-Ladesäulen für Pkws, oder auch Fahrräder zur Sprache, aber auch Parken in Ladezonen, wie etwa auf der Bürgermeister-Amon-Straße. „Auch hier“, so Gruchmann, „funktioniert die veränderte Parkzeit nicht und wir brauchen eine Lösung.“

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