Der Solarpark: Die Fläche A ist fester Bestandteil der BEG-Planung. Weil diese aber weiter von der Autobahn (r.) wegrücken muss, bemühte man sich um weitere, städtische Areale. Für 15 Jahre stellt die Stadt nun die Fläche B. C und D sind für den Neubau des Bau- und Wertstoffhofs reserviert. grafik: stadt
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Der Solarpark: Die Fläche A ist fester Bestandteil der BEG-Planung. Weil diese aber weiter von der Autobahn (r.) wegrücken muss, bemühte man sich um weitere, städtische Areale. Für 15 Jahre stellt die Stadt nun die Fläche B. C und D sind für den Neubau des Bau- und Wertstoffhofs reserviert.

Stadt Garching verpachtet Extra-Fläche für genossenschaftliche PV-Anlage

Solarpark an der Autobahn kommt

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Der Solarpark an der A9 darf gebaut werden. Die Stadt Garching verpachtet eine zusätzliche Fläche für die genossenschaftliche PV-Anlage.

Garching – Die Bürger-Energie-Garching (BEG) kann ihren Solarpark an der A 9 bauen. Allerdings nicht so groß, wie von der Genossenschaft erhofft.

Die geplante PV-Anlage bedarf einer Größe von über zwei Hektar, ab der sie wirtschaftlich betrieben werden kann. Diese war gefährdet, als die Autobahn GmbH des Bundes auf dem Abstand von 40 Metern zur Fahrbahn bestand, womit nur 1,7 Hektar PV-Fläche (A; siehe Grafik) übrig geblieben wären. Die Anlage darf nun aber weiter nach Westen rücken, dafür gab der Garchinger Stadtrat nun grünes Licht, allerdings mit zeitlicher Befristung.

„Können uns keine Fesseln anlegen“

Als „Maximalangebot“, so Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) könne die Stadt die Fläche (B) neben den Sportanlagen anbieten, rund 6500 Quadratmeter, die die Stadt für 15 Jahre an die BEG verpachtet. Für zwei weitere Flächen (C und D) „können wir uns keine Fesseln anlegen“, betonte Gruchmann. Diese seien als Erweiterungsflächen für den Neubau von Bau- und Wertstoffhof reserviert. Gerade der Bau des neuen Wertstoffhofs dränge, der aktuelle sei nur noch bis 2028 genehmigt, 30 000 Kunden kämen pro Jahr und mehr sollten auch wegen des Lärmschutzes nicht abgefertigt werden. Damit sich Mitarbeiter und Kunden auch im Trockenen bewegen könnten, sei es unerlässlich, hier verbesserte Bedingungen in Form von überdachten Hallen zu schaffen. Ebenso arbeiten die 17 Mitarbeiter des Bauhofs am Limit, sie bräuchten dringend größere Sanitär- und Sozialräume.

Erste Planungen für beide Projekte will man laut Bauamtsleiter Klaus Zettl bereits im Jahr 2024 auf den Weg bringen, ein entsprechendes Raumprogramm sei bereits erarbeitet. Diese Erweiterungsflächen seien daher keinesfalls über 15 Jahre zu vermieten. Gruchmann: „Das geht nur auf fünf Jahre und mit der Option, jeweils um ein weiteres Jahr zu verlängern.“ Die BEG könne bereits mit der Sportfläche wirtschaftlich arbeiten, „sie kann nun selbst entscheiden, ob sie das Risiko mit der kürzeren Laufzeit eingehen will“, so Gruchmann.

„Diese Entscheidung müssen wir so natürlich erst einmal akzeptieren und nun genau rechnen“, sagen die beiden BEG-Geschäftsführer Dominik Eberle und Christian Nolte. „Die größere Fläche wäre natürlich unser Wunsch gewesen.“ Im Januar kommenden Jahres soll es eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, wo beide dann konkrete Zahlen vorlegen und die Bürger für die Genossenschaft gewinnen wollen.

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