Unter der riesigen, wogenden Fahne, die Janosch Landvogt jedes Jahr über der Menge schwingt, feiert die Menge vor der Hauptbühne. Das Wetter spielte mit – bis in die Nacht blieb es trocken – und die Stimmung am Kochen.
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Unter der riesigen, wogenden Fahne, die Janosch Landvogt jedes Jahr über der Menge schwingt, feiert die Menge vor der Hauptbühne. Das Wetter spielte mit – bis in die Nacht blieb es trocken – und die Stimmung am Kochen.
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Polizisten als gefragtes Fotomotiv - es gab aber auch mehrere Festnahmen wegen Drogen.
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„Schall im Schilf ist Pflicht!“ - Alexandra, Eva und Jenny sind seit Jahren treue Besucherinnen
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Die schönsten Eindrücke vom „Schall im Schilf“-Festival in Garching
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Die schönsten Eindrücke vom „Schall im Schilf“-Festival in Garching

Alle Fotos und Eindrücke

Sommer, Sonne, Bass: So schön war das „Schall im Schilf“-Festival 2019

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10.000 Besucher feierten am Samstag auf dem Schall im Schilf am Garchinger See. Das Open-Air-Elektro-Festival ist längst eine Institution.

Garching– Als endlich die Luft brennt, ist alles gut. Meterhohe Feuerfontänen fauchen zum Garchinger Himmel, darunter zucken tausende Tänzer zwischen den Laser-Strahlen, die in die Menge blitzen: Die Saison der Open-Air-Musik-Festivals ist in vollem Gange, und einer der Höhepunkte in der Region ist das Schall im Schilf am Garchinger See.


Die aufgefahrene Pyrotechnik wirkte wie ein Brandopfer an den Wettergott, denn aller Vorhersagen zum Trotz wurden aus den Fans der elektronischen Musik am Sonntag keine Regentänzer. Und so tummelten sich die Frauen im Flower-Power-Look und die Käppiträger in ihren Achselshirts, die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt, auf der trockenen Wiese, während ihnen der Bass bis tief in die Knochen fuhr.

„Da spürt man das Leben!“

So wie Alexandra Ritter (27), Eva Temsfeld (26) und Jenny Lang (29). Das glitzernd geschminkte Trio aus Garching, Eching und München schlendert von einem DJ-Pult zum nächsten, um so viel wie möglich von der Festival-Luft einzuatmen. „Da spürt man das Leben!“, sagt Lang. Bis tief in die Nacht werden die Freundinnen sich treiben lassen zwischen Bar und Bühne – wie jedes Jahr. „Schall im Schilf ist Pflicht!“, sagt Ritter.

„Schall im Schilf ist Pflicht!“ - Alexandra, Eva und Jenny sind seit Jahren treue Besucherinnen

Der Fahnenschwenker - eine Institution

Das gilt auch für Janosch Landvogt. Den 23-jährigen Studenten mit der golden spiegelnden Brille kennt auf dem Festival zwar kaum einer beim Namen – aber garantiert jeder vom Sehen: Als Fahnenschwenker ist er mit seinem dreiköpfigen Team eine Institution. An einer acht Meter hohen Fiberglasstange wabert eine weiße Plane durch die flirrende Festivalluft. 40 Quadratmeter Fläche hat das Teil – mehr als so manche Garchinger Studentenbude. „Die Fahne ist geil“, findet Landvogt, der eigentlich aus Hamburg kommt. Die Festival-Macher vom Veranstalter Kellerkind sehen das genauso: Dafür, dass sein Team diesen Blickfang liefert, bekommt es freien Eintritt zum „Schall im Schilf“.

Unter der riesigen, wogenden Fahne, die Janosch Landvogt jedes Jahr über der Menge schwingt, feiert die Menge vor der Hauptbühne. Das Wetter spielte mit – bis in die Nacht blieb es trocken – und die Stimmung am Kochen.

Die Elektro-Szene gibt sich die Ehre

Doch auch die zahlenden Besucher reut der Eintritt sichtlich nicht. Schließlich ist für die 33 Euro an den drei Bühnen den ganzen Tag etwas los. Szenegrößen der Elektro-DJ-Szene wie der Amerikaner DVS1 oder die Nord-Irin Or:la haben „Kellerkind“ in den Münchner Norden gelockt. Die Veranstalter bringen seit 2012 Garching zum Zappeln. Das Festival entstand aus einer Abi-Feier 2010, die darauf im Garchinger Obst-Garten ihre Fortsetzung fand, bevor sie, fast erdrückt vom eigenen Erfolg, an den Garchinger See umziehen musste – den übrigens viele Festivalgäste für eine Abkühlung nutzen.

Gemütlich: Auf der Wiese ließ es sich bei dem Wetter aushalten.

Wenn sie nicht auf einer der großzügigen Erholungswiesen sitzen oder liegen, sich Falafel, Burger oder Pommes – alles vegetarisch – schmecken lassen. Viele kennen sich, weil sie aus der Gegend sind oder in Garching studieren. Wer unerwartet einen Bekannten oder Freund entdeckt, fällt sich in den Arm. Wäre da nicht der dauernd wummernde Bass, entstünde fast der Eindruck eines riesigen Familienpicknicks.

Drogenbesitz: Mehrere Festnahmen

Polizisten als gefragtes Fotomotiv - es gab aber auch mehrere Festnahmen wegen Drogen.

Nur gelegentlich zieht der süßliche Duft von Marihuana vorbei. Mehrere Festnahmen wegen Drogenbesitzes verzeichnet die Polizei am Ende. Doch die große Menge der Festivalbesucher fürchtet die Uniformierten nicht, im Gegenteil: Die patrouillierenden Polizeibeamten kommen kaum zum Patrouillieren, weil sie ständig als Fotomotiv herhalten müssen, was sie schmunzelnd über sich ergehen lassen.

Die schönsten Eindrücke vom „Schall im Schilf“-Festival in Garching

Ein paar Mal kommt sogar noch die Sonne durch, bevor über der Garchinger Festivalwiese schließlich die Nacht hereinbricht. Die neonfarbene Deko, die angestrahlten Bäume, die Bühne und die Verkaufsstände beginnen zu leuchten. Und auch viele Besucher werfen sich Lichterketten um den Hals. Bis schließlich die Luft zu brennen beginnt. Und alles ist gut.

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