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Einer ist der Böse unter den Irren: (v.l.) Uli Luttner, Karin Gordon, Torsten Spoerl, Rosalie Bauer, (sitzend) Simone Dirksen, (kniend) Antonia Jagecic, Rolf Schönwald und Hannsjörg Zeus.

Garching: Die Suche nach dem Seelenbrecher

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Der Theaterverein „Zeitkind“ in Garching zeigt sein neues Stück - angelehnt an einen Psychothriller. Das Beste: Das Publikum kann mitraten: Wer ist der Täter?

Garching – Kurz vor Weihnachten hat ein Schneesturm die Ärzte und Insassen einer psychiatrischen Klinik von der Außenwelt abgeschnitten. Ausgerechnet jetzt stellt die Gruppe fest, dass sich unter ihnen ein mörderischer Irrer befindet – den „Seelenbrecher“ nennen ihn die Medien. Drei junge Frauen hat er eine Woche lang in seiner Gewalt gehabt und sie derart malträtiert, dass sie seither wie lebendig begraben wirken. Einer der in der Klinik Eingeschlossenen muss dieser „Seelenbrecher“ sein – nur wer?

„Alle acht Personen werden im ersten Akt vorgestellt, und danach können die Zuschauer mitraten“, sagt Rolf Schönwald, Darsteller und Vorsitzender beim Theaterverein „Zeitkind“, dessen neues Stück „Der Seelenbrecher“ am Freitag Premiere feiert. Nachdem das Ensemble zuletzt eine Komödie und das zeitgenössisch-politische Werk „Das Exempel“ aufgeführt hat, nimmt es sich nun ein „Whodunnit“ vor – also ein Stück, das sich um die Frage dreht: Wer war’s?

„Der Seelenbrecher“ ist eine Bühnenadaption des gleichnamigen Psychothrillers von Bestsellerautor Sebastian Fitzek, wodurch sich der Vorverkauf ungleich leichter gestaltet habe als zuletzt, berichtet Schönwald. „Bei ‘Das Exempel’ wussten nur die wenigsten, was sich hinter dem Stück verbirgt. Das ist diesmal anders, und der Name Fitzek zieht natürlich.“ Wohl auch deshalb ist die Premiere schon so gut wie ausverkauft; für die weiteren Aufführungen am Samstag und Sonntag gibt es nur noch wenige Karten. Anders sehe es am folgenden Wochenende aus, sagt Schönwald. „Da gibt es noch für alle Vorstellungen Tickets.“

Mit „Der Seelenbrecher“ betritt das Sprechtheater von Zeitkind gleich in dreierlei Hinsicht Neuland. Erstens sind die Aufführungen erstmals im Frühjahr statt wie bislang im Herbst. Mit der Verlegung umgehe man vor allem das Problem, dass die Hauptprobenzeit in die Sommerferien falle, erklärt Rolf Schönwald. Zweitens teile sich Stamm-Regisseur Werner Högel die Arbeit diesmal mit Stephanie Brack als „gleichberechtigtes Duo“. Und drittens hat sich das Ensemble Anfang April erstmals zu einem ganzen Proben-Wochenende in der Mittelschule getroffen. „Das hat uns sehr weiter geholfen“, sagt Rolf Schönwald, der „relativ zuversichtlich“ ist, was die Premiere anbelangt: „Ich denke, wir sind bereit, dass es losgeht.“

„Der Seelenbrecher“

feiert an diesem Freitag um 20 Uhr Premiere im Theater im Römerhof. Die weiteren Vorstellungen sind am 29. April, 5. und 6. Mai um 20 Uhr sowie an den Sonntagen, 30. April und 7. Mai, um 18 Uhr. Karten zu 15 Euro, ermäßigt zwölf Euro, gibt es an der Abendkasse eine Stunde vor Beginn sowie im Vorverkauf im Garchinger Rathaus, unter Tel. 089/32 8 91 38 oder unter www.garching.de.

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