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Gegen die starken Kerle des Burschenvereins hatte keiner eine Chance. 
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Das Team der Feuerwehr Garching
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Das Team der Feuerwehr Garching
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Die Physik Studenten der TU in Garching
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Das Team der Maschinenbau-Studenten.
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Das Team der Atomics
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Professor Reinhard Kienberger trat diesmal für das Team des Heimatvereins an. 
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Das Festzelt-Team gibt alles

Kult-Wettbewerb

Bürgerwoche in Garching: Diese starken Kerle lassen beim Tauziehen alle anderen blass aussehen

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Das Tauziehen bei der Garchinger Bürgerwoche hat sich zum Kult-Event gemausert. Diesmal gab es einen Überraschungssieger, mit dem niemand gerechnet hatte. 

Garching – Manche Veranstaltungen brauchen Jahrzehnte, um bei den Menschen als etwas Besonderes wahrgenommen zu werden. Das Tauziehen im Rahmen der Garchinger Bürgerwoche war am Montagabend schon bei der zweiten Auflage ein Kultevent. Dort lösten die Huber Buam (Burschenverein) die Feuerwehr Garching als Champion ab und der erneute Finalverlierer Heimatverein droht, zum ewigen Zweiten zu werden. Schon im vergangenen Jahr hatten die teilnehmenden Mannschaften riesigen Spaß, unbeschreiblichen Ehrgeiz, und im Festzelt herrschte eine Stimmung wie in der Allianz Arena, wenn der FC Bayern spielt. Die Mehranmeldungen für die Neuauflage waren logisch, zumal alleine die Budo-Abteilung des VfR Garching mit drei Teams antreten wollte. Organisator Uwe Cygan hatte diesmal eher die Schwierigkeit, den Wettbewerb kompakt und zeitlich im Rahmen zu halten. 

Das Erfolgsgeheimnis der Burschen

Die Huber Buam, der Garchinger Burschenverein, war diesmal neu dabei und sie ließen so richtig die Muskeln spielen. In der Vorrunde wurde bereits das Projekt Titelverteidigung der Feuerwehr jäh gestoppt. Für den dritten Vorsitzenden der Burschen, Alexander Dyckhoff, war das keine Überraschung, er formulierte die Erfolgsformel seines Teams: „Den Erfolg macht die richtige Mischung aus Kraft, Technik und Bier aus.“ 

Zur Übung auf dem Hof einen Traktor gezogen

An der richtigen Technik feilte der hoch motivierte Heimatverein, den die Finalniederlage 2018 gegen die Feuerwehr ziemlich wurmte. Professor Reinhard Kienberger, ein weltweit angesehener Wissenschaftler vom Forschungscampus, wechselte auch von den universitären Teams zum Heimatverein und war auch schon im Trainingslager dabei. Zweimal hatten die Tauzieher auf dem Hof des Vorsitzenden Hans Kastenmüller einen Traktor durch die Gegend gezogen. Im Finale war dann aber Schluss gegen die beeindruckend souveränen Huber Buam. Kassier Rene Eskandar beeindruckte das Training des Heimatvereins wenig: „Deswegen hatten die jetzt keine Kraft mehr. Wir haben einmal die Regeln durchgelesen und dann gab es eine Einweisung.“ Wissenschaftler Kienberger wusste zwar einiges über die Physik beim Ziehen, „aber das ist wie beim Fußball. Da wissen auch viele, wie es theoretisch geht und praktisch klappt es nicht so ganz.“

Der Doppel-Vize greift 2020 wieder an

Das kleine Finale um den dritten Platz gewannen dann die vom Professor angefeuerten Studenten der Fachschaft Maschinenbau, Mathematik und Informatik gegen den Baseballverein der Atomics. Dort ernannte der Vorsitzende Stefan Sauer seine Tauzieher zu den Siegern der Herzen, weil knapp die halbe Mannschaft aus Frauen bestand. Und der Heimatverein bekam wieder die Silbermedaillen, mit denen man dann gleich eine Kampfansage machte. Der Doppel-Vize greift 2020 wieder an, um bei der jungen Kultveranstaltung endlich einmal die goldenen Plaketten einzukassieren.


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