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Ein Apfel als Gefahr für die innige Freundschaft von (v.l.) Marile (Katrin Gombel) und Veilchen (Sabrina Ronacher) erzählt das Theaterstück „Fenster zum Wind“. Für die Produktion hat der Verein „Theater für Kinder“ einen Zuschuss über 6000 von der Stadt beantragt. Doch das wurde abgelehnt.

Dem Garchinger Verein "Theater für Kinder" fehlt ein Zuschuss

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Garching - Das Stück „Fenster zum Wind“ des Vereins „Theater für Kinder“ (THEA) hat seine Premiere gefeiert. Eine feine Sache. Und doch gibt es Probleme.

Das Stück „Fenster zum Wind“ des Vereins „Theater für Kinder“ (THEA) hat seine Premiere gefeiert – für die Darsteller ein doppelter Anlass zur Freude. Erstens wegen des künstlerischen Aspekts, schließlich wollen Schauspieler ihr Können stets einem möglichst großen Publikum zeigen. Zweitens – und das trifft speziell auf diese Produktion zu – ist da auch der monetäre Aspekt. Denn THEA habe den Schauspielern keine Probengage zahlen können, sagt Regisseur Wilfrid Grote. „Sie werden nur an den Eintrittsgeldern beteiligt.“ 

Dabei habe der Verein bis zuletzt auf einen Zuschuss der Stadt Garching gehofft, mit dem man eine Probengage in der üblichen Höhe von rund 1500 Euro je Darsteller hätte stemmen können, sagte Grote. Doch am Vorabend der Premiere – während im Römerhof gerade die Proben liefen – stimmte der Hauptausschuss im Stadtrat gegen eine solche Unterstützung. Einen Zuschuss über 6000 Euro hatte THEA für die Produktion beantragt. „Das wäre dringend notwendig gewesen als Anschubförderung“, sagt der Vorsitzende Heinrich Führmann, dessen Verein erst vor eineinhalb Jahren gegründet wurde. 

Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) aber warnte davor, einen Präzedenzfall zu schaffen. Schließlich gebe es „das ungeschriebene Gesetz“ in Garching, wonach die Stadt zwar Vereine fördere, „aber nicht gezielt die Inhalte der Vereinstätigkeit“. So erhält THEA dieses Jahr die üblichen Mitgliederzuschüsse, die sich auf 1630 Euro belaufen. Unterstütze man überdies jedoch ein Einzelprojekt, „dann gibt’s sicher noch einige Theatergruppen in Garching, die sofort auch die entsprechenden Fördermittel einfordern“, sagte Gruchmann. 

Dieser Auffassung schloss sich die Ausschussmehrheit an – mit Ausnahme von Salvatore Disanto (CSU) und den zwei Grünen-Stadträten, die gegen den Beschluss stimmten. „Das ist ein sehr interessantes Projekt, und wir sind der Auffassung, dass ein einmaliger Zuschuss in der Höhe vertretbar ist“, sagte Werner Landmann (Grüne). Zumal bislang durchaus auch Einzelprojekte von der Stadt gefördert worden seien – „teils im Vorfeld, teils im Nachhinein“, sagte Landmann, der betonte: „Das waren auch deutlich höhere Beträge als diese 6000 Euro.“ 

Sein Fraktionskollege Walter Kratzl ergänzte: „Das große Manko in Garching ist, dass bei uns vor allem gekaufte Kultur gefördert wird. Die Kultur, die von den Vereinen kommt, wird vernachlässigt.“ 

Dem wollte Bürgermeister Gruchmann nicht zustimmen. Jedoch bekannte er: „Ich denke, uns ist klar geworden, dass es einmal eine grundsätzliche Regelung braucht, wie wir mit der finanziellen Unterstützung von ehrenamtlicher Kulturarbeit umgehen.“ Er könne sich beispielsweise vorstellen, im nächsten Haushalt ein Budget für Kulturprojekte einzuplanen, über dessen Verwendung dann „eine Art Beratungsgremium“ entscheide – ähnlich wie das im Rahmen der 1100-Jahr-Feier gehandhabt wurde.

 Derlei Überlegungen stoßen auch bei Heinrich Führmann auf Wohlwollen. „Ich denke, wir können es als Erfolg werten, dass wir erreicht haben, dass die Kulturförderung anders betrachtet werden soll“, sagt der Vorsitzende. Für die Produktion von „Fenster zum Wind“ und die beteiligten Schauspieler jedoch kommt das zu spät.

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