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Rasend schnell ausgebreitet hat sich der Brand in der Recyclinganlage in Hochbrück. 

Forderung nach Stilllegung

Großbrand in Recyclinganlage Hochbrück facht Zorn der Anwohner an

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Der Brand in Hochbrück bei RM Recycling ist dank eines Großaufgebots von 330 Einsatzkräften gelöscht, die Diskussionen über den Betrieb schwelen weiter. Ein Aktionsbündnis will die Anlage am liebsten weg haben.

Hochbrück/Lohhof – Das Aktionsbündnis Lohhof Süd gegen Gestank und Krach e.V. sieht sich bestätigt, dass es sich um einenBrand nach Ansage gehandelt habe. Sie erwägen eine Strafanzeige gegen den Betrieb und auch die zuständige Aufsichtsbehörde, das Landratsamt München. Ob und gegen wen Klage eingereicht wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

Andreas Erbenich sagt: „So kann es nicht weitergehen.“

Dass es „so nicht weiter gehen kann“, darauf beharrt Andreas Erbenich vom Aktionsbündnis. „Die Anlage ist nicht unfallfrei zu fahren, sie ist nicht beherrschbar“, sagt er. In unmittelbarer Nähe zu einem dichtbesiedelten Wohngebiet schon gar nicht. Dicke Staubschichten und auch Geruchsemissionen seien nicht länger hinnehmbar. Eine sofortige Schließung der Recyclinganlage ist das Ziel.

Aktionsbündnis versucht Schließung der Anlage zu erreichen

Das hatte das Aktionsbündnis bereits im September 2018 mit einem Gutachten zu erwirken versucht, diese Studie beim Landratsamt eingereicht und „zumindest Teilstilllegungen erreicht, die uns darin bestätigten, dass viele Dinge auf dem Betriebsgelände schief laufen“, ergänzt Eckhard Kirchner, Vorstand des Aktionsbündnisses.

Sprecher des Aktionsbündnisses: (v.l.) Anneliese Szegö, Eckhard Kirchner und Andreas Erbenich.

Landratsamt ordnete Auflagen an

Das Landratsamt bestätigte die Stilllegungen mit Bescheid vom 30. Januar 2019 für den Anlagenteil der Aufbereitung von nicht gefährlichen Abfällen, wie die Wertstoff-Aufbereitungsanlage für Sperrmüll, und ordnete zusätzlich umfangreiche Auflagen zur Vermeidung von Staubfreisetzungen nach dem Stand der Technik an. Diese betreffen die Anlieferung, Zwischenlagerung und Behandlung von Abfällen, Betrieb und Wartung der eingesetzten Behandlungsaggregate sowie die Abluftreinigung. So wurden beispielsweise der Einbau von Wasserbedüsungen gefordert, die Kapselung von Aggregaten oder die Erfassung und Reinigung von entstehender Abluft, die Reinigung von Betriebsflächen und die Reduzierung der Abwurfhöhe von Materialien.

Mängel an Brandmeldeanlage behoben

Auch beim Brandschutz sei die Behebung von Mängeln eingefordert worden. „Diese wurden bei der Brandmeldeanlage behoben und eine turnusmäßige Wartung festgelegt. Für die Selbsthilfeeinrichtungen und die Unterweisung der Selbsthilfekräfte wurde ein Umsetzungskonzept mit unserer Brandschutzdienststelle abgestimmt. Hinsichtlich der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen steht noch eine Nachbesserung aus“, so die letzte Meldung aus dem Landratsamt.

Dem Aktionsbündnis fehlen Prüfprotokolle

Das Aktionsbündnis will jetzt dazu Prüfprotokolle sehen, sagt Erbenich. Im Großbrand von vergangenem Samstag sehen sie nun eine Chance, dass sie ihrem Ziel der Stilllegung einen Schritt weiter gekommen sind. „Bis der Betrieb wieder eröffnet wird, das dauert Monate“, glaubt Andreas Erbenich. „Bis dahin braucht der Landkreis Alternativen zur Hochbrücker Anlage. Wenn sie diese finden, dann könnte das das Aus für den dortigen Standort bedeuten“, hofft Erbenich.

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