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Runden drehen im Kart – das soll bald wieder möglich sein, wünscht sich die „AC Racing“. Die Idee, die Kartanlage in eine Kiesgrube in Hochbrück zu verlegen, stößt bei den Stadträten in Garching allerdings auf ein gemischtes Echo. 

Neustart für die Kartbahn

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Die Kartbahn in Hochbrück ist nicht tot. Die „AC Racing“ plant einen Neuanfang, in einer  Kiesgrube am Ort.  Von dieser Idee sind nicht alle Stadträte begeistert. 

Hochbrück– Wo einst die Gokarts ihre Runden gedreht haben, sind auch heute noch Fahrzeuge unterwegs – jedoch ungleich größere. Zwischen Mallertshofener und Robert-Bosch-Straße im Norden von Hochbrück musste Ende 2016 die alteingesessene Kartbahn das Grundstück räumen (wir berichteten). Als Pächter des 20 000 Quadratmeter großen Areals löste sie der Autokonzern BMW ab, der hier eine Stellplatzanlage als Auslieferungslager errichtete. Sprich: einen riesigen Parkplatz.

Die Sorge vorder Lärmbelastung

Die knatternden Karts sieht, riecht und hört man seither nicht mehr Hochbrück. Noch. Denn geht es nach dem Betreiber der Bahn, dann soll der Motorsport in Hochbrück einen Neustart hinlegen – nur wenige hundert Meter östlich des alten Geländes. Dort, auf dem Areal einer früheren Kiesgrube, will die „AK Racing“ eine Kartbahn errichten. Das geht aus einem Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens hervor, den der Grundstücksbesitzer bei der Kommune eingereicht hat und der nun im Bauausschuss des Stadtrats debattiert worden ist.

Den Unterlagen zufolge soll die Kartbahn im östlichen Teil der Kiesgrube gebaut werden; die Erschließung könnte somit über die Verlängerung der Lilienthalstraße erfolgen. Die Fahrstrecke soll sich auf einer Länge von rund 1100 Meter schlängeln – das wäre etwas länger als bei der alten Bahn (850 Meter). Des Weiteren sind auf dem Gelände ein Vereinsheim mit Büro, ein Bistro, ein Laden und ein Lager mit Werkstatt geplant – alles in Containern – sowie Fertiggaragen für rund dreißig Karts. Während der Saison, von April bis Oktober, ist unter der Woche der Betrieb mit bis zu 18 Leihkarts angedacht, täglich ab 10 Uhr und bis Einbruch der Dunkelheit. Darüber hinaus sollen auf der Bahn auch Rennen stattfinden – am Wochenende und mit bis zu 34 Karts. Hinsichtlich der Lärmbelastung verspricht sich der Betreiber einen Vorteil dadurch, dass die Gokarts in der ehemaligen Kiesgrube fahren und damit 3,50 Meter tief im Boden. Mit Blick auf das Naturschutzgebiet Mallertshofer Holz, das hundert Meter weiter nördlich beginnt, verweist der nun eingereichte Antrag auf die Einschätzung eines Landschaftsarchitekturbüros, wonach „keine unüberwindlichen negativen Auswirkungen auf den Naturraum“ zu erwarten seien. Zwar müsse man ein detailliertes Gutachten abwarten. „Sicher erscheint aber, dass die ausgewiesenen nördlichen Schutzgebiete weit genug entfernt liegen, um gänzlich unbeschadet zu bleiben.“

Anders sieht das Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD), der im Ausschuss betonte: „Aus naturschutzrechtlicher Sicht glaube ich nicht, dass das Landratsamt der Planung zustimmen wird.“ Auch SPD-Fraktionschef Joachim Krause gab sich skeptisch: „Wir wissen doch, welchen Krach das früher gemacht hat.“ Und sein Parteikollege Götz Braun (SPD) kritisierte die „Situierung mitten im Acker“ und die „erhebliche zusätzliche Versiegelung“. Demgegenüber äußerte sich Hans-Peter Adolf (Grüne) positiv zu den Plänen, wobei er zwei Voraussetzungen gewährleistet haben wolle: „Erstens müssen da von Beginn an nur Elektrokarts fahren, und zweitens braucht es ausreichend Solarpaneele, um die Karts aufzuladen.“

Zum Thema E-Karts habe man bereits beim Antragsteller nachgefragt, berichtete die stellvertretende Bauamtsleiterin Annette Knott. Dieser habe angegeben, dass solche elektrogetriebene Fahrzeuge „in Zukunft zunehmend zum Einsatz kommen“. Aktuell gehe der Investor aber davon aus, so Knott, „dass er erst mal keine E-Karts hat“.

Die Pläne für eine neue Kartbahn in Hochbrück sollen nun zunächst in den Stadtratsfraktionen beraten werden. In der übernächsten Bauausschusssitzung am 1. März wird dann eine Entscheidung fallen.

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