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Ein unwirtlicher Ort mit Zukunft: Mannshohes Gebüsch, dahinter ein Stacheldrahtzaun, dahinter ein abgegrastes Feld und mehrere Dutzend Zeburinder – all das sieht Richard Plonner nicht. Für den Vorsitzenden des FC Hochbrück ist dies der Ort, an dem die Fußballer des FC Hochbrück bald spielen werden.

FC Hochbrück: Zum Saisonstart rollen die Bagger

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Garching - Die Ausschreibungen sind raus, im August sollen die Bagger anrollen. Dann geht es endlich los mit dem Bau eines neuen Sportplatzes für den FC Hochbrück.

Ende August starten die Fußballer des FC Hochbrück in die neue Saison. Noch vor gut einem Jahr war die Hoffnung groß, dass der Club das erste Punktspiel bereits auf seinem neuen Platz an der Ingolstädter Landstraße bestreiten kann, doch von dieser Vorstellung hat man sich längst verabschieden müssen. 

Immerhin: Zurzeit sieht es so aus, als sollten wenigstens schon die Bagger rollen, wenn der FCH im Stadion am See zum Saisonauftakt antritt. „Die Ausschreibungen sind draußen“, sagt der Vorsitzende Richard Plonner. „Wir sind zuversichtlich, dass der Bau im August losgeht.“ Demnach soll bis zum Herbst ein Fußballplatz entstehen – auf dem früheren Bundeswehrgelände, dort, wo derzeit noch eine Herde Zeburinder grast. Ab Oktober könne dann das Gras wachsen, hofft Plonner. Parallel dazu sollen die Arbeiten an der zugehörigen Infrastruktur beginnen – Umkleiden, Duschen, Geräteräume und so fort. „Die Vorfreude im Verein ist riesig“, betont Plonner. 

Ganz andere Gefühle kommen in ihm hoch, wenn er an die zurückliegende Planung denkt. 550 000 Euro hat der Stadtrat im April 2015 für das Projekt freigegeben. Wäre es nach Plonner und dem FCH gegangen, dann hätte man bereits wenige Wochen später mit dem Bau begonnen – unter Bauherrschaft des Vereins. Das hätte einen großen Vorteil gehabt: „Wir hatten einen befreundeten Bauunternehmer, der das ohne Gewinnabsicht gemacht hätte“, sagt Plonner. Und so hoffte der Club, dass die Finanzmittel nicht nur für ein Feld samt Infrastruktur reichen, sondern auch für einen zweiten Platz. Doch gerade, als die Planung fertig war, zog die Stadt die Notbremse – auf Anraten der Regierung von Oberbayern. Demnach wäre der geplante Zuschuss vonseiten der Stadt problematisch, weil es sich bei dieser Konstellation um eine sogenannte Baukonzession handele. Und in diesem Fall sei die Kommune zu einer öffentlichen Ausschreibung verpflichtet. 

Fortan trat nicht mehr der Verein als Bauherr auf, sondern die Stadt – mit schwerwiegenden Folgen. Zum einen verzögerte sich das Projekt, bedingt durch die Ausschreibung. Zum anderen wird es nun wohl teurer, da der befreundete Bauunternehmer sein ursprüngliches Angebot nicht unterbreiten kann. „Wenn er bei der öffentlichen Ausschreibung zu weit unter den anderen Angeboten liegt, fällt er raus“, erklärt Plonner. Von daher habe die Stadt nun vorerst nur den Bau eines Fußballplatzes ausgeschrieben, berichtet der FCH-Chef. Danach wolle man sehen, wie viel von dem Budget noch übrig bleibe für die Infrastruktur. „Wir sind aber ganz zuversichtlich, dass es keine Container werden, sondern ein fester Bau“, sagt Plonner. 

Ohnehin will sich der Club damit nicht begnügen: Mittelfristig sei der Bau eines zweiten Feldes sinnvoll, findet der FCH-Chef. Und dann ist da noch der Traum von einem Vereinsheim auf dem eigenen Gelände: „Das werden wir dann selbst stemmen müssen“, weiß Plonner, der sich in diesem Punkt ebenfalls betont optimistisch gibt: „Das kriegen wir auch noch hin.“

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