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Die Deandl-Weiberschaft Hochbrück: (hinten v.l.) Steffi Menzel, Vorsitzende Kerstin Flato, Zweite Vorsitzende Sabrina Furchtsam, Martina Gimbach (Kassier) und Steffi Reineck. (vorne v.l.) Julia Mayer, Sabrina Lecher , Carina Hochholzer und Schriftführerin Anna Winderl.

Vereins-Neugründungen

Hochbrücker Deandl und Burschen hängen Garching locker ab

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Hochbrück – Die Idee zu einem eigenen Dirndlverein ist den Hochbrücker Frauen am traditionellen Brückenfest gekommen – am Sonntagmittag beim Steckerlfisch, wohl gemerkt, weshalb man nicht von einer Schnapsidee sprechen darf. „Wir sind zusammen gesessen und haben uns gedacht: Wenn die Jungs ihren Burschenverein in Hochbrück haben, warum sollen wir dann nicht auch einen Verein haben?“, erzählt Kerstin Flato.

Noch während des Steckerlfischs vereinbaren sieben von ihnen ein nächstes Treffen; zwei Wochen später sitzen sie bei Kerstin Flato auf der Terrasse. Dort wird aus der fixen Idee ein konkreter Plan: Eine Deandlschaft wollen sie gründen. Jedoch sollen – entgegen der ursprünglichen Tradition – auch verheiratete Frauen aufgenommen werden. „Hochbrück ist ja eher klein“, erklärt Kerstin Flato. „Da gibt’s gar nicht so viele Frauen.“

Der Name: "Deandl-Weiberschaft" Hochbrück

Noch während des Steckerlfischs vereinbaren sieben von ihnen ein nächstes Treffen; zwei Wochen später sitzen sie bei Kerstin Flato auf der Terrasse. Dort wird aus der fixen Idee ein konkreter Plan: Eine Deandlschaft wollen sie gründen. Jedoch sollen – entgegen der ursprünglichen Tradition – auch verheiratete Frauen aufgenommen werden. „Hochbrück ist ja eher klein“, erklärt Kerstin Flato. „Da gibt’s gar nicht so viele Frauen.“

Frauen zwischen 18 und 40

Am Ende des Gründungstreffens steht fest: Ihr Verein soll Deandl-Weiberschaft Hochbrück heißen. Zwar sei man noch kein eingetragener Verein, sagt Kerstin Flato. „Aber wir haben alles vorbereitet, es gibt Mitgliedsbeiträge, und wir haben sogar schon eine eigene Satzung.“ Darin steht unter anderem, wer der Deandl-Weiberschaft beitreten darf – nämlich Frauen zwischen 18 und 40 Jahren. Wobei gilt: Wer schon Mitglied ist, darf die Vierzig auch überschreiten, ohne dass er aus dem Verein austreten muss.

In Garching tut sich nichts

„Uns geht es darum, den Zusammenhalt im Ort zu pflegen“, sagt Kerstin Flato. „Und natürlich wollen wir auch ein Stück Tradition erhalten.“ Konkret soll die Deandl-Weiberschaft zu Beginn vor allem den Hochbrücker Burschenverein bei dessen Veranstaltungen unterstützen – so wie am Samstag beim Weinfest (s. unten). „Wir haben da sehr enge Kontakte, auch weil zwei unserer Frauen mit Burschen liiert sind“, sagt Kerstin Flato. Irgendwann einmal wolle man dann auch ein eigenes Fest auf die Beine stellen, beispielsweise eine Motto-Party, sagt die Vorsitzende. „Aber das wird wahrscheinlich noch etwas dauern.“

Sogar die Feste in Hochbrück sind besser

Bis dahin soll die Deandl-Weiberschaft wachsen; rund ein Dutzend Mitglieder zählt sie. Immer am ersten Donnerstag des Monats trifft sich der Stammtisch im „Mei Wirtshaus“, zu dem auch Interessierte eingeladen sind. Dort geht es vor allem um Hochbrücker Themen, denn der Großteil der Mitglieder ist tief im Ort verwurzelt – wie Kerstin Flato. „Ich bin hier geboren und dreimal umgezogen, aber immer nur innerhalb von Hochbrück“, sagt die 38-Jährige, die sich eine Spitze in Richtung Garching nicht verkneifen kann. Da es dort weder Burschen- noch Dirndlverein gibt, stehe es „2:0 für Hochbrück“, sagt sie und lacht. „Eigentlich steht es sogar 3:0, weil wir die besseren Feste haben.“ 

Weinfest am 8. Oktober

Zum fünften Mal lädt der Hochbrücker Burschenverein an diesem Samstag zu seinem alljährlichen Weinfest ein. Los geht’s um 18 Uhr im beheizbaren Zelt im Ortsteilpark; neben Wein gibt es auch Bier und alkoholfreie Getränke. Für Brotzeit und warme Speisen sorgt heuer erstmals die neu gegründete Deandl-Weiberschaft Hochbrück.

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