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Viele Hochbrücker kamen zur Bürgerversammlung.

Wegen Verkehrschaos

Hochbrücker fordert neue Straße

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Klaus Grosch reicht‘s: Stau, Stau und nochmal Stau vor der Haustür. Er fordert eine weitere Straße, um die B471 zu entlasten. Die Erfolgschancen? Sehr fraglich.

Hochbrück – Wenn Klaus Grosch morgens mit dem Auto aus Hochbrück hinaus will, bietet sich ihm am Ende der Voithstraße stets das gleiche Bild: eine Kolonne von Fahrzeugen, dicht an dicht, die Zentimeter um Zentimeter die B471 entlangkriechen. „Wenn man da um 7.30 Uhr hinkommt, stehen sie schon bis zur Ingolstädter Straße raus“, sagte Grosch bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Feuerwehrhaus. Daher lautet sein Antrag, der ohne Gegenstimme angenommen wurde: Die Stadt möge prüfen, ob man nördlich des Gewerbegebiets eine neue Erschließungsstraße bauen kann, die Dieselstraße und B13 verbinden würde.

Straße schonmal ad acta gelegt

Eine solche Trasse sei vor Jahren schon mal untersucht worden, ehe man die Pläne aber nicht weiter verfolgte, erklärte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Auch, weil die Stadt nicht die nötigen Grundstücke besitze. Nun werde man die Möglichkeit einer solchen Straße jedoch abermals untersuchen, kündigte er an.

Überdies wird sich die Stadtverwaltung Gedanken machen, wie man die Verkehrssituation rund um die Grundschule in Hochbrück verbessern kann. Das regte Sabrina Furchtsam an, die unter anderem ein Parkverbot in der Hohen-Brücken-Straße auf Höhe der Kirche vorschlug. Denn: „Autofahrer können die Kinder dort ganz schlecht sehen.“ Zudem sprach sie sich dafür aus, den Eingangsbereich der Schule einzuzäunen, „sodass die Kinder stoppen und eine Tür öffnen müssen. Dann würden sie auch ruhiger über die Straße gehen.“

Verkehr als Reizthema

Das Thema Verkehr – es war wieder mal prägend bei dieser Bürgerversammlung. So wollte Klaus Grosch auch wissen, wie die Pläne der Stadt hinsichtlich eines Ausbaus der B471 aussehen. Gruchmann entgegnete, dass diese in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fällt. Der plane den vierspurigen Ausbau der B471 von Aschheim bis Dachau, „allerdings nicht mit der höchsten Priorität“. Der Bürgermeister stellte auch noch mal die Pläne für die Parallelstraßen zur B471 vor, die in Einbahnstraßen mit Radstreifen umgewandelt werden sollen. Überdies werde man das Halteverbot so ändern, „dass man da mit Lkw nicht mehr parken kann“. Das Ganze sei ein Versuch, so Gruchmann, „dem Fahrradverkehr Vorrang zu geben. Jetzt schauen wir mal, wie das angenommen wird“.

Jugend will Feststadl

Derweil brennt den jungen Hochbrückern ein anderes Thema unter den Nägeln, berichtete Klaus Grosch, stellvertretend für seine Tochter. Und zwar würde sich die Jugend ein Feststadl im Ortsteilpark wünschen, etwa für Feste von Burschen- und Deandlverein. Nachdem Grosch seinen Vorstoß in einem Antrag formuliert hatte, wurde auch dieser einstimmig angenommen. Das wiederum bedeutet, dass der Stadtrat sich binnen drei Monaten mit dem Thema beschäftigen muss.

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