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Ruhestörung im Schutzgebiet

Illegale Technoparty in den Isarauen - Polizei schickt 250 Raver ins Bett

  • Günter Hiel
    vonGünter Hiel
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Eine illegale Technoparty in den Isaurauen auf Höhe Dirnismaning (Stadt Garching) hat die Polizei am Sonntag in den frühen Morgenstunden beendet. Ob und welche Anzeigen folgen, prüft die Polizei noch.

Dirnismaning – Gegen 2 Uhr morgens erreichten die Polizeistation in Ismaning Klagen über nächtliche Ruhestörung in Ismaning. Soweit reichte der dumpfe Sound. Denn die Party stieg am westlichen Isarufer, auf der Garchinger Seite, in einem Wald bei Dirnismaning.

Illegale Techno-Party: 250 Gäste feiern auf Waldlichtung

Das wussten die Beamten zu dem Zeitpunkt aber noch nicht. Sie machten sich auf die Suche, folgten ihrem Gehör – und stießen schließlich auf einer Waldlichtung auf die Partygesellschaft. Gut 200 bis 250 Gäste, schätzt man in der Inspektion Ismaning. 

Techno-Party bei Ismaning: Professionelle Sound- und Lichtanlage

„Die hatten eine professionelle Soundanlage“, sagt ein Beamter. Reichte locker, um auch Ismaning noch zu beschallen. Dazu eine Lichtanlage, eine Bar samt Kühlwagen, mehrere Partyzelte, diverse Kraftfahrzeuge mitten im Wald – der Veranstalter hatte das professionell aufgezogen. Der Verantwortliche hat sich der Polizei auch zu erkennen gegeben. Die ungenehmigte Party musste unverzüglich beendet werden. Schließlich ging das ganze mitten im Landschaftsschutzgebiet über die Bühne.

Illegal und im Schutzgebiet: Techno-Party könnte noch Ärger geben

„Wir müssen noch prüfen, was da jetzt alles dranhängt“, heißt es in der Inspektion Ismaning. Illegale Party im Schutzgebiet, Ruhestörung – das Fest könnte mit einem Katzenjammer enden.

Feste dieser Art kommen in Mode. Erst vor zwei Wochen hatte die Polizei Unterhaching, ebenfalls in der Nacht zum Sonntag, eine private Technoparty im Perlacher Forst beendet. Am Wochenende rückte die Polizei bei einer Technoparty in Dornach an. Trotz Corona-Regeln haben auch rund 40 Techno-Fans im Grafrather Wald bei München eine illegale Rave-Party gefeiert. Die Polizei nannte die Organisation „beeindruckend“.

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