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Der Heckschaden an Manfred Kicks Tesla ist schon repariert. Der Deutschland-Chef des Konzerns persönlich holte den Kick’schen Wagen in Garching ab. 

Gefährlicher Eingriff in Straßenverkehr

Rettungsaktion auf A9: Tesla-Fahrer bekommt Post von Staatsanwalt

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Vor ein paar Tagen hat Tesla-Fahrer Manfred Kick Post von der Staatsanwaltschaft bekommen. Sie teilte dem Garchinger im besten Amtsdeutsch mit, dass das gegen ihn eingeleitete Verfahren eingestellt worden ist.

Garching–  Konkret ging es dabei um den Vorwurf des „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“, wie das im Strafrecht heißt.

Dabei steht außer Frage, dass Kick in den Straßenverkehr eingegriffen hat – schließlich hat er an jenem 13. Februarauf der A 9 bei Garching mit seinem Tesla einen VW Passat bewusst auffahren lassen und dadurch gestoppt . Und auch gefährlich war dieses Eingreifen allemal – für Manfred Kick, für den Passat-Fahrer und für die Insassen der vorbeirauschenden Autos. Und doch hat der 41-Jährige mit seinem gefährlichen Eingreifen eine weitaus größere Gefahr gebannt. Denn der Passat-Fahrer war mitten auf der Autobahn am Steuer ohnmächtig geworden, was Kick beim Vorbeifahren entdeckte und daraufhin gedankenschnell reagierte.

Reaktionen aus der ganzen Welt 

„Das war eine Situation, in der ich einfach gehandelt habe.“ So sagte es der Familienvater hinterher – und stand mit dieser nüchternen Betrachtungsweise recht alleine da. In den Tagen nach seiner Rettungstat klopften Reporter aus ganz Deutschland, später auch aus England, Frankreich und den USA bei Kick an, um über den „Helden, der keiner sein will“ zu berichten. Sogar Tesla-Chef Elon Musk zollte dem Garchinger via Twitter Respekt und verkündete, dass seine Firma alle Reparaturen an dessen Auto übernehmen werde – „schnell und kostenlos“.

Tesla-Chef Elon Musk zollt Anerkennung

Tatsächlich holte bald darauf der Deutschland-Chef des Konzerns persönlich den Kick’schen Wagen in Garching ab und brachte ihn nach erfolgter Reparatur wieder zurück. Nachdem nun auch das routinemäßig eingeleitete Ermittlungsverfahren wie erwartet eingestellt worden ist, könne er endgültig einen Schlussstrich unter die Geschichte ziehen, sagt der Metallbaumeister aus Garching, der für die CSU im Stadtrat sitzt.

Manfred Kick selbst betont, dass die Reaktionen infolge des gewaltigen Medienechos „zu hundert Prozent positiv“ gewesen seien. „Ich habe Rückmeldungen aus der ganzen Welt bekommen“, erzählt Kick, „und das hat mich wirklich gefreut“. Und bevor man ihm wieder mit dem Thema Held kommen kann, betont er noch schnell: „Ich war einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und ich habe nur das gemacht, was zu tun war.“

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