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Im Norden der Stadt soll die Kommunikationszone entstehen.

In der Garchinger Kommunikationszone

Straßennamen: Vögel, Frauen oder Berühmtheiten?

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Der eine will nur Frauen, der andere Vögel und der dritte Garchinger Berühmtheiten. Die Wünsche für Straßennamen im Neubaugebiet gehen weit auseinander. 

Garching – Nur Frauen, berühmte Garchinger oder doch lieber Planeten? Die Frage nach der Namensgebung für die Straßen in der Kommunikationszone treibt die Stadträte in Garching weiter um. So hat nun auch die CSU-Fraktion einen Antrag eingereicht. Sie will die Straßen in dem Neubaugebiet im Norden der Stadt, wo 2500 bis 3000 Menschen leben sollen, nach heimischen Vogelarten benennen. Diese seien bislang im Straßennetz kaum vertreten, „und die heimische Flora und Fauna sollte uns allen sehr am Herzen liegen“, heißt es im Antrag. „Zudem sind sicherlich die Namen vieler Vogelarten bei unseren Bürgern gar nicht so präsent und bekannt, dem wollen wir entgegenwirken.“

Nur eine Frau bislang 

Derweil haben die Grünen schon zu Jahresbeginn per Antrag gefordert, alle Straßen in der Kommunikationszone nach berühmten Frauen zu benennen. Ihr Argument: Von 145 Straßen in Garching trägt bislang nur der Lise-Meitner-Weg den Namen einer Frau; demnächst wird auf dem Campus eine Paula-Hahn-Weinheimer-Straße hinzukommen.

In andere Richtungen gehen unterdessen die Vorschläge der BfG-Stadträte Josef Euringer und Alfons Kraft sowie von Heimatpfleger Michael Müller. Letzterer hat auf Anfrage des Rathauses eine Liste mit potenziellen Straßennamen vorgelegt, die unter anderen berühmte Garchinger wie den Physiker Heinz Billing und den Politiker Albert Probst umfasst, aber auch einen Pappelweg und eine Supernovastraße.

Straße einen Lebenden

Eine solche Mixtur lehnt der Zweite Bürgermeister Alfons Kraft ab. Er plädiert dafür, die Straßen nach Planeten zu benennen. Auf der Vorschlagsliste seines Fraktionskollegen Josef Euringer stehen dagegen nicht nur bekannte Garchinger und berühmte Frauen wie die Autopionierin Bertha Benz, sondern auch – „für mich besonders hervorzuheben (obwohl noch lebend)“, so der BfG-Stadtrat – der TUM-Präsident Wolfgang Herrmann sowie der Informatiker und langjährige Feuerwehrkommandant Heinz-Gerd Hegering.  

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