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„’S Dirndl von der Au“ war das erste Stück, das die Theatergruppe Hochbrück 1981 auf die Bühne brachte. Mit dabei als Darsteller (v.l.): Wolfgang Eberle, Alfons Neugeborn und Fritz Furchtsam junior.

Theatergruppe Hochbrück

35 Jahre Lachgarantie

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Garching - Es soll eigentlich eine einmalige Sache sein, als einige Hochbrücker 1981 „’S Dirndl von der Au“ auf die Bühne bringen. Doch dann ist die Resonanz so groß, dass eine Theatergruppe entsteht, die nach 35 Jahren Kultstatus in Garching hat.

Das mit den Plakatständern haben sie dieses Jahr ganz sein lassen. „Die darf man erst vierzehn Tage vor der Veranstaltung aufstellen“, erklärt Christine Fellenz, Zweite Vorsitzende der Theatergruppe Hochbrück. „Und zu dem Zeitpunkt haben wir unsere Karten fast schon alle verkauft.“ Zwei Poster in Kirche und Schule, dazu Mundpropaganda – mehr braucht’s nicht, um jeweils rund 150 Besucher zu den vier Aufführungen im Neuwirt zu locken.

Exzellenter Ruf

Keine Frage: Die Theatergruppe hat sich in den vergangenen 35 Jahren einen Ruf erarbeitet – der so gut ist, dass die Hochbrücker dafür sogar nach Garching fahren, was keine Selbstverständlichkeit ist. Wobei Christine Fellenz betont, dass sie viel lieber in ihrem Stadtteil auftreten würden. Doch das geht seit 2003 nicht mehr, und wenn die 59-Jährige davon erzählt, echauffiert sie sich heute noch – doch dazu später. 

Kirchenjubiläum als Auftakt

Zunächst zu den Anfängen 1981. Ein Jahrzehnt zuvor hat Kardinal Döpfner die Pfarrkirche in Hochbrück eingeweiht, und diesen Geburtstag gilt es nun zu feiern. Einige Mitglieder der Kirchengemeinde haben die Idee, ein Theaterstück auf die Beine zu stellen. Mit dabei sind Mesner Martin Modlinger, der die Regie übernimmt, sowie Fritz Furchtsam und Karin Schöppe, die bei der Darstellerssuche auch bei Christine Fellenz anruft. Nicht, dass sie damals über Bühnenerfahrung verfügt hätte, erzählt die gebürtige Münchnerin, die zu ihrem Mann nach Hochbrück gezogen ist. „Aber ich konnte Bairisch – und das gab’s in Hochbrück damals nicht oft.“

Es gab ja nichts in Hochbrück

Also geht Fellenz zu den Proben und steht bei der Premiere von „’S Dirndl von der Au“ erstmals auf der Bühne im Pfarrsaal. Die Aufführung soll eine einmalige Sache bleiben, dann aber entscheiden sich die Theaterfreunde doch dazu, eine Gruppe zu gründen – der Resonanz wegen. „Unser Stück kam sehr gut an“, erinnert sich Fellenz. „Damals gab’s ja nichts in Hochbrück. Man musste immer den Bus nehmen, um irgendwo hinzukommen. Und der ist nur alle Stunde gefahren und hat ewig bis nach München gebraucht.“ 

Im zweiten Jahr ihres Bestehens führte die Theatergruppe Hochbrück 1982 das Stück „Die pfiffige Urschl“ auf. Mit dabei als Darsteller: Christine Fellenz und Rudi Naisar.

Und so bringt die Theatergruppe fortan jedes Jahr ein bayerisches Mundartstück auf die Bühne. Stets lustige, leichte Kost – „seichte Kost“, sagen die Kritiker. Doch die ungebrochen große Zuschauerresonanz gibt den Hochbrückern Recht: „Die Leute wollen bei uns zwei Stunden lang Spaß haben und lachen“, sagt Fellenz. „Die brauchen nichts Kompliziertes. Probleme haben sie daheim genug.“


Im Jahr 2003 wird der Pfarrsaal umgebaut. Eigentlich soll dort auch die Theatergruppe wieder eine Heimat finden, doch dann wird man sich mit der Kirche nicht einig. „Plötzlich hieß es, dass wir die Umbaukosten zahlen sollten – doch das hätten wir nie stemmen können“, erzählt Fellenz. „Wir waren damals sehr enttäuscht und hatten den Eindruck, dass der Pfarrer uns nicht haben will.“ Auf der Suche nach einer neuen Spielstätte wird die Gruppe im Garchinger Neuwirt fündig. Anfangs gibt es noch einen Shuttle-Bus aus Hochbrück; inzwischen aber braucht es das dank der besseren Anbindung nicht mehr. Mittlerweile zählt die Gruppe 45 Mitglieder; seit 1992 hat Siegfried Flato den Vorsitz inne. Bei den Darstellern sei man recht gut aufgestellt, sagt Christine Fellenz. „Männer haben wir genug, aber Frauen könnten wir noch brauchen."


Premiere am 15. April beim Neuwirt

Im 35. Jahr ihres Bestehens bringt die Theatergruppe Hochbrück heuer das Stück „Alois, wo warst du heute Nacht?“ auf die Bühne. Die Premiere ist am morgigen Freitag, 15. April, im Festsaal des Gasthofs Neuwirt (Riegersaal); weitere Aufführungen folgen tags darauf am Samstag sowie eine Woche später am 23. und 24. April. Beginn aller Vorstellungen ist um 20 Uhr, Einlass jeweils um 18 Uhr.

Vorverkauf

Noch gibt es einige Tickets im Vorverkauf beim Schreibwarenladen Ria Weiß in der Schleißheimer Straße und danach an der Abendkasse. Die Karten kosten acht Euro. Regie führen auch diesmal Thomas Reiner und Elisabeth Neugeborn, die seit dem ersten Stück der Theatergruppe im Jahr 1981 dabei ist. Gleiches gilt für die Darsteller Christine Fellenz und Alfons Neugeborn sowie für Walter Neugeborn, der für die Maske zuständig ist.



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