Gefangen: Der Heideflächenverein hat die Fische mit dem Kescher aus dem Tümpel geholt. 
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Gefangen: Der Heideflächenverein hat die Fische mit dem Kescher aus dem Tümpel geholt. 
Schützenswert: Eine Wechselkröte in der Fröttmaninger Heide, fotografiert von einer Besucherin. 
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Schützenswert: Eine Wechselkröte in der Fröttmaninger Heide, fotografiert von einer Besucherin. 
Der Tümpel in der Heide.
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Der Tümpel in der Heide.

Fröttmaninger Heide

Kröten gefährdet: 400 Goldfische aus Tümpel geholt

Ausgesetzte Fische haben dem Heideflächenverein Münchener Norden viel Arbeit beschert. Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, um aus einem Tümpel in der Fröttmaninger Heide insgesamt 400 Goldfische zu fangen.

Unterschleißheim– Denn die orangefarben leuchtenden Tiere, die bei vielen Haus- und Gartenbesitzern im Teich oder Aquarium schwimmen, haben in den Seen der Region nichts verloren. Sie sind vielmehr sogar eine Gefahr und können erheblichen Schaden anrichten, wenn sie sich weiter ausbreiten. „Diese Tiere gefährden die heimischen Tierarten“, erläutert Christine Joas, Geschäftsführerin des Heideflächenvereins. Denn „sie fressen Eier und Larven von Amphibien“, die in dem Tümpel und Umgebung leben. Potenzielles Futter für die possierlichen Goldfische: Laich und Larven der seltenen Wechselkröte. Diese gilt als schützenswert. Viele Kröten sollen im Naturschutzgebiet „Südliche Fröttmaninger Heide“ in Ruhe aufwachsen und leben können.

Fische werden an Reptilien verfüttert

Darum haben die Mitglieder des Vereins nun die zahlreichen Goldfische mit Keschern aus dem schlammigen Grund des Tümpels geholt. Kein leichtes Unterfangen mit erheblichem Aufwand. Denn zunächst musste dafür das Wasser im Teich abgelassen werden. Da die Goldfische „nach Fischereirecht nicht wieder an anderer Stelle ausgesetzt werden dürfen, können sie nur an Reptilien-Auffangstationen oder Zoos abgegeben werden“, erläutert Joas. Und zwar „zur Verfütterung“.

Ein trauriges Ende, das der Besitzer der Fische hätte verhindern können. Das Aussetzen der Tiere ist verboten und wird polizeilich verfolgt. Christine Joas appelliert: „Bringen Sie keine Pflanzen und Tiere in das Schutzgebiet und nehmen Sie auch keine mit.“ Dadurch wird das Ökosystem in diesem schützenswerten Raum empfindlich gestört. Die Geschäftsführerin des Heideflächenvereins bittet Besucher des Gebiets zudem um besondere Aufmerksamkeit: „Melden Sie Beobachtungen dieser Art dem Heideflächenverein oder der Polizei.“

Spaziergänger hatten Fische entdeckt

Aufmerksamen Spaziergängern waren auch die Goldfische im Tümpel aufgefallen. Einige Besucher hätten befürchtet, die Tiere könnten den strengen Winter mit Frost im Tümpel nicht überleben, erzählt Joas. Aber in dem nur 50 bis 80 Zentimeter tiefen Gewässer fanden die Fische im Schlamm auf dem Grund ein wärmendes Winterquartier – das sie nun verlassen mussten.

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