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Das Garchinger Theaterzelt im Bürgerpark beherbergt den Kulturbetrieb der Stadt, bis das Bürgerhaus fertig renoviert ist.

Bis das Bürgerhaus saniert ist

Kultursaison ohne Kultursaal: Garching geht zelten

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Zehn Wochen lang findet das Kulturleben der Stadt Garching notgedrungen unter einer Zeltplane statt - der Aufbau kann sich aber sehen lassen.

Garching – Es ist Theaterzeit im Theaterzelt. Wegen der Verzögerungen bei der Sanierung des Garchinger Bürgerhauses hat die Stadt auf dem Festplatz im künftigen Stadtpark nun einen Veranstaltungsort für rund zehn Wochen geschaffen – und der kann sich sehen lassen. Die Stadträte waren am Donnerstagabend beeindruckt, als Kulturreferent Wolfgang Windisch sie erstmals durch das Zelt führte. Am heutigen Samstag steigt dort die erste Veranstaltung mit dem Musical „Saturday Night Fever“.

Das neue Theaterzelt macht schon Appetit bei dem kurzen Fußweg von den Parkplätzen zur Location, denn farbige Lichtstrahler verpassen seiner Außenhülle ein stimmungsvolles Leuchten. Windisch, ganz Perfektionist, achtet auch auf diese Details, damit seine Gäste die Abende als Erlebnis in Erinnerung behalten.

Im Theaterzelt zeigte Windisch den Stadträten im Endeffekt das Bürgerhaus in Kopie – nur unter einer Plane: Die Stuhlanordnung ist exakt die gleiche. „Wir haben sogar die Plätze der Bürgerhaus-Empore simuliert“, sagt Windisch. Das war ihm wichtig, damit es für Abonnenten der Garchinger Kulturveranstaltungen keine Veränderungen gibt. Mit 1125 Quadratmetern Fläche hätte das Zelt noch Raum für mehr Menschen geboten. Das kann die Feuerwehr beim legendären Garchinger Faschingsball am 2. März ausreizen.

Windisch berichtete auch, dass er bei der Sicherheitsabnahme des Landratsamtes die Note Eins mit Sternchen bekommen habe. „Die Prüfer waren voll des Lobes und hatten nicht eine einzige Beanstandung. Das gibt es wirklich nur ganz selten“, so der sichtlich stolze Kulturreferent.

Belastbare Bretter für große Auftritte

Die Planer hätten auch auf weitere Feinheiten geachtet – so hat die Bühne eine Tragkraft von 500 Kilogramm pro Quadratmeter. Auch wenn keine Elefanten über die Garchinger Bühnenbretter trampeln werden, schadet das nicht: Bei der Hommage an die Blues Brothers (30. März) etwa wird eine Leinwand mit rund einer Tonne Gewicht aufgebaut. Auch sei die Bühne größer als im Bürgerhaus – und unterm Zeltdach sorgen leise Ventilatoren dafür, dass die aufsteigende warme Luft zurück nach unten zu den Zuschauern strömt: „Erfrieren muss hier niemand“, verspricht Windisch.

Garchings Bürgermeister und die Stadträte zeigten sich sehr angetan von der Zwischenlösung bis zum Neustart des Bürgerhauses Anfang Mai. „Das ist alles wirklich sehr beeindruckend“, findet Bürgermeister Dietmar Gruchmann.

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