Polizei stoppt Geiselnahme in Köln: Täter muss reanimiert werden

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Das Ensemble für „Spurlos verschwunden“: (vorne v.l.) Antonia Jagecic, Karin Gordon, Andreas Wagner und Marion Unger-Maar sowie (hinten v.l.) Ulrich Luttner, Hannsjörg Zeus, Rolf Schönwald und Ulla Hoering.

Laienspielgruppe Zeitkind

Für die Bühne mit dem Rauchen angefangen

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Für seine Rolle in der Laienschauspielgruppe des Vereins Zeitkind hat Andreas Wagner sogar mit dem Pfeiferauchen angefangen. Zu sehen ist der Landhauskrimi „Spurlos verschwunden“ ab dem 20. April.

Garching – Sogar mit dem Pfeiferauchen hat Andreas Wagner angefangen – extra für seine Rolle. „Ich musste ja wissen, wie das geht und wie man so eine Pfeife überhaupt hält“, erzählt der Mann mit der Nickelbrille und blickt dabei auf die dunkle Holzpfeife in seiner Hand. Solch ein Rauchinstrument gehört, das weiß man spätestens seit Sherlock Holmes, ebenso unabdingbar zu einem Mordermittler wie ein messerscharfer Verstand.

Genau diesen hat – obgleich er es à la Inspektor Columbo hinter einer Maske aus Naivität verbirgt – auch Inspektor Davies, der im Garchinger Römerhoftheater einen besonders kniffligen Fall zu lösen hat. Den englischen Landhauskrimi „Spurlos verschwunden“ führt die Laienschauspielgruppe des Vereins Zeitkind ab Freitag, 20. April, an zwei Wochenenden auf.

Während seine Kollegen bereits über Bühnenerfahrung verfügen, ist es für Wagner die erste Rolle in einem Zeitkind-Stück. Über einen Theaterworkshop ist er zum Verein gekommen. Nachdem er sich als Darsteller für „Spurlos verschwunden“ gemeldet hatte, bot ihm Regisseur Werner Högel gleich eine der drei Hauptrollen an – nämlich die des Inspektors. „Für mich kam das total überraschend. Ich habe mir auch erstmal eine Woche Bedenkzeit erbeten, ehe ich zugesagt habe“, erzählt Wagner.

Seit gut drei Monaten sind der Neuling und seine sieben Kollegen am Proben; zweimal die Woche treffen sich die Schauspieler in der Mittelschule. „Am Anfang habe ich erst mal meinen Text auswendig gelernt“, erzählt Wagner. „Aber dann habe ich schnell gemerkt, dass das nur ein Bruchteil dessen ist, was es braucht.“ Tatsächlich sei die große Herausforderung bei „Spurlos verschwunden“ das Facettenreichtum der Figuren, sagt Regisseur Werner Högel. „Das Stück liest sich total easy, aber bei den Proben merkt man schnell, dass einiges dahintersteckt.“

Und dennoch wollten die Zeitkind-Schauspieler genau diesen Krimi auf die Bühne bringen. Nicht zuletzt, weil der Psychothriller „Der Seelenbrecher“ im vergangenen Jahr „beim Publikum sehr gut angekommen ist“, sagt Zeitkind-Vorsitzender Rolf Schönwald. Sich auf Thriller und Krimis festlegen will das Ensemble aber nicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren verschiedenste Genres ausprobiert, und das werden wir auch beibehalten“, betont Schönwald. So werde das nächste Stück im Herbst „sicher kein Krimi sein“, kündigt Stephanie Brack an, die dann Regie übernehmen wird und aktuell Högel als Regieassistentin zur Seite steht.

Für Zeitkind bedeuten zwei Stücke in einem Jahr eine Premiere, die man künftig beibehalten will. Auch deshalb ist das Ensemble auf der Suche nach Verstärkungen. „Vor allem Männer können wir noch gut gebrauchen“, sagt Schönwald. Solche wie Andreas Wagner, der fest damit rechnet, dass ihn vor der Premiere von „Spurlos verschwunden“ das Lampenfieber heimsuchen wird. „Aber ich denke, das gehört dazu“, sagt er. Genauso wie die Pfeife zu seiner Rolle als Inspektor. Nach den sechs Vorstellungen, versichert Wagner, „werde ich mit dem Rauchen wieder aufhören“. 

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