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„Voll motiviert“ in die Landtagswahl: Robert Hamm hofft, dass „Die Linke“ die Fünf-Prozent-Hürde knackt. 

Landtagskandidaten im Porträt

Robert Hamm (Linke): Weltverbesserer mit analytischem Blick

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Über sein Engagement bei der Jugendorganisation des Bund Naturschutz (JBN) ist Robert Hamm zur Politik gekommen. Und das recht rasch: Der 29-Jährige ist seit etwa eineinhalb Jahren Mitglied von „Die Linke“, nun tritt der Informatik-Student bei der Landtagswahl als Direktkandidat für München-Land-Nord an.

Garching–  Hamm, der in Sachsen-Anhalt aufgewachsen ist, lebt seit Anfang 2011 in Garching. Zum Gespräch lädt er in sein Wohnzimmer ein. An der Wand steht ein Klavier, nicht weit entfernt eine Gitarre. Wenn er Zeit fürs Klavierspielen hat, übt er den Soundtrack des Computerspiels „The Witcher“, das er sehr mag, im Bücherregal stehen vor allem Bücher zu politischen oder gesellschaftskritischen Themen, einige Fantasy-Romane.

Bereits während seiner Ausbildung zum Programmierer war Hamm „auf der Suche nach etwas Sinnvollem. Nach etwas, was die Gesellschaft inhaltlich voranbringt“. Beeindruckt von der Fähigkeit politischer Kabarettisten wie Hagen Rether oder Volker Pipers Widersprüche im System aufzuzeigen, Missstände beim Namen zu nennen, sei ihm klar geworden, dass er sich einbringen möchte. Nur wie, das wusste er nicht so recht.

Bis zur Demo während zur UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015. „Kommst Du mit?“, hatte ein Kumpel gefragt, der beim JBN war. „Gepackt von der Liebe und dem Tatendrang, für eine bessere Welt einzustehen und mich einzusetzen“, habe er seitdem an allen Jahresvollversammlungen der JBN und vielen anderen Events auf Landes- und Bundesebene teilgenommen. Außerdem gehört er dem JBN-Vorstand auf Landesebene an. Der Bund Naturschutz stelle Fragen an die Politik, betreibe politische Arbeit, betont der 29-Jährige. Doch gereicht habe ihm das nicht. „Ich wollte auch mal Flagge zeigen.“

Er informierte sich über die Parteien, fand vor allem bei „den klitzekleinen“ Ansätze, die ihm zusagten, doch unter den größeren Parteien überzeugte ihn einzig die „Linke“. „Es sind diese zwei Kernaspekte, die mir gefallen: Die Linke setzt sich für eine Änderung des Systems ein und für Pazifismus. Das ist ein Grundstock, auf dem ich aufbauen möchte.“ Zudem sei die Partei in Sachen Umwelt „sehr gut aufgestellt“.

Als seine „Herzensthemen“ nennt der IT-Fachmann eine vernünftige Gestaltung der Digitalisierung mit Blick auf den Datenschutz sowie Umweltschutz. Er will beispielsweise an einer Lösung für einen drohenden „Verkehrsinfarkt“ in der Region mitarbeiten, an einer deutlichen Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. „Die Klimakrise, in die wir hineinrutschen, ist systembedingt“, sagt Hamm. Grundlegendes müsse sich ändern – „und zwar, dass nicht mehr das Geld im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch beziehungsweise die Gemeinschaft“. Wenn jemand viel arbeite, sei es „natürlich gestattet“, dass er mehr verdiene, als die, die die weniger arbeiten. „Aber die Verhältnisse müssen ausgeglichen sein“, sagt der 29-Jährige und nennt als Beispiel den Beruf des Pflegers, der „unterirdisch bezahlt“ sei bei hohem Aufwand von Zeit, Kraft und Energie. Chefs großer Konzerne dagegen verdienten das Zigfache und müssten für Fehler nicht mal haften. Bestimmte Berufe, etwa Lehrer, bräuchten wieder mehr Ansehen.

Er sei voll motiviert, „für die Partei zu kämpfen“, sagt der Informatik-Student. Auch wenn er selbst auf Listenplatz 49 steht. „Ziel ist es, die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen.“ Obwohl er diese für nicht besonders demokratisch hält. Der Wähler sollte nicht aus taktischen Gründen sein Kreuzchen machen, „sondern die Partei wählen, hinter der er inhaltlich steht“.

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Bis zur Landtagswahl am 14. Oktober stellen wir alle Kandidaten aus dem Landkreis München vor. Die Reihenfolge der Veröffentlichung erfolgt zufällig und ist kein Ausdruck einer bestimmten Priorisierung oder Gewichtung.

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