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Inspektion ist Chefsache: Ministerpräsident Markus Söder (vorne), Wissenschaftsminister Bernd Sibler (in der Hocke) und TU-Präsident Wolfgang Herrmann (2.v.r.) begutachten den Hyperloop-Prototypen und lassen ihn sich von Studenten erklären

Söder in Garching: Ein Faible für den Hyperloop

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Der bekennende Technik-Fan Söder bekam bei seinem einstündigen Besuch in der TUM Garching vieles zu sehen

Garching – Markus Söder verschmäht keine Termine, bei denen er Siegertypen triff. Das nämlich sind die klugen Köpfe des TUM Hyperloop Teams definitiv. Viermal veranstaltete der Tesla-Chef Elon Musk bisher einen Wettbewerb für die Kapseln, die künftig Waren und Passagiere in heute noch undenkbaren Geschwindigkeiten Zeiten befördern könnten, und alle viermal siegten die Vertreter der TU München. Jetzt war der bayerische Ministerpräsident zu Besuch in den heiligen Räumen vom FC Bayern der Hyperloop-Bauer.

Der bekennende Technik-Fan Söder bekam bei seinem einstündigen Besuch in Garching vieles zu sehen von den Maker-Space-Werkstätten bis zu der kleinen Runde vor dem Haus, bei dem Experimente für künftige Strecken gemacht werden können. Er konnte aber auch sehen, wie das aktuelle Gefährt in einer Röhre über der Schiene schwebt.

Die Studenten erklärten die Technik des Hyperloop mit dem Ziel, dass aus einer spannenden Studentenspielerei in den nächsten Jahren ernst werden soll. Markus Söder sagte dann auch das, was die jungen Technik-Studenten, der scheidende TUM-Präsident Wolfgang Herrmann sowie sein im Oktober startender Nachfolger Thomas Hofmann hören wollten: „Wir werden im Herbst ein Regierungsprogramm auflegen, und der Hyperloop wird ein Teil davon.“

Wovon Kalifornien nur träumt

Der Ministerpräsident betonte, dass Bayern nicht nur gute Ideen entwickeln, sondern diese auch umsetzen soll. „Wovon Kalifornien träumt, das wird in Bayern Wirklichkeit“, sagte Markus Söder. Das Thema Hyperloop soll an der TU München auch eine eigene Professur und damit zusätzliche Bedeutung bekommen. Die Studenten zeigten in Präsentationen den Weg der nächsten Jahre auf. Nach dem ersten kleinen Röhrenring vor der MakerSpace-Werkstatt braucht man eine etwa 400 Meter lange Teststrecke für die ersten Versuche mit Kapseln, die vier Passagiere transportieren.

Ironischer Seitenhieb

Breit grinsend schlug Markus Söder vor, erste Versuche mit der Landtagsopposition zu machen. Dann wolle er auch einmal sich selbst in einer solchen Kapsel fortbewegen. Im Ernst wiederholte der Ministerpräsident sein Ziel, in Bayern für das Projekt Hyperloop eine mehrere Kilometer lange Teststrecke zu bauen. Im ersten Schritt bekam das Hyperloop-Team für die Weiterentwicklung von Röhre und Kapsel 80 000 Euro.

Guter Tag für Hyperloop-Team

Für das Hyperloop-Team war der gestrige Tag fraglos ein guter Tag. Denn die Universität wie die Politik stehen hinter einer Idee, für die junge Menschen noch vor ein paar Jahren belächelt worden waren. Heute ist der Hyperloop sowohl ein Lösungsansatz gegen den Straßenstau als auch den dräuenden Klimakollaps.

Lesen Sie auch: Münchner Studenten gewinnen erneut Hyperloop-Wettbewerb

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