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Modell zur Umrüstung von Bussen: der Antrieb (orange), die Batterie (blau) und die Klimatisierung (grün).

Für zukunftsweisende Technologien

Mobilitätspreis geht zweimal in den Landkreis

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Intelligente Lösung für E-Mobilität: Zwei Firmen aus dem Landkreis haben damit einen Preis abgeräumt. Es geht um Diesel, Busse und hohe Kosten.

Ottobrunn/Garching – Unter dem Motto „Intelligent unterwegs – Innovationen für eine nachhaltige Mobilität“ haben Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und Vereine rund 250 Beiträge für den Deutschen Mobilitätspreises eingereicht. Unter die zehn Preisträger haben es gleich zwei Unternehmen aus dem Landkreis München geschafft: Die „in-tech“ GmbH aus Garching und die „Volabo“ GmbH aus Ottobrunn.

Von Diesel auf Elektro

„in-tech“ hat einen Elektroantrieb mit dem Namen „e-troFit Bus“ entwickelt, mit dem Diesel-Busse auf Elektroantrieb umgerüstet werden können. Aufgrund eines drohenden Dieselfahrverbots versuchen viele Kommunen ihre Busse derzeit auf Elektroantrieb umzustellen. „Neue Elektrobusse sind aber nur begrenzt am Markt verfügbar“, weiß Andreas Hager von „in-tech“. Im Vergleich zum Neukauf sei eine Umrüstung bis zu 50 Prozent günstiger.

Und so funktioniert’s: Vor der Umrüstung analysiert „in-tech“ das Liniennetz, um die optimale Batterie-Reichweite, Motorleistung und das Ladekonzept zu ermitteln. Danach werden Batterie und Antriebsstrang ausgelegt. Die Umrüstung findet dann in einer Partnerwerkstatt statt und dauert zwischen vier und acht Wochen. Die Kosten liegen bei rund 300 000 Euro. Die Fahrzeuge werden zudem komplett mit der digitalen Infrastruktur vernetzt. Die Busse erhalten außerdem ein Telematikmodul, das sämtliche Betriebsdaten des Fahrzeugs an den Betreiber übermittelt.

In Zukunft soll das Konzept auch auf andere Fahrzeugtypen übertragbar sein. Parallel zum Pilotprojekt wurden deshalb auch ein Lkw sowie ein Kleintransporter auf Elektroantrieb umgerüstet.

Die Last macht‘s

Der zweite Preisträger aus dem Landkreis, die Firma „Volabo“ aus Ottobrunn, hat einen neuartigen Elektroantrieb entwickelt – getauft auf den Namen „Iscad“. Die Idee dazu entstand am Lehrstuhl für elektrische Antriebstechnik und Aktorik an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg. Mit „Iscad“ ist es möglich, den Motor stetig an das Lastprofil des Fahrzeugs anzupassen, um so eine bessere Nutzung der Batteriekapazität zu erreichen. Damit könnten auch die Kosten für Elektroautos gesenkt werden, verspricht das Unternehmen. 

Aluminiumstäbe sind das Herzstück des Iscad-Antriebs. 

Bis zu 25 Prozent effektiver sei der Antrieb als herkömmliche Elektromotoren. Statt der üblichen Kupferwicklungen verwendet das Unternehmen Aluminiumstäbe. Diese Stäbe können individuell angesteuert werden und erzeugen so ein virtuelles Getriebe – ähnlich wie ein Schaltgetriebe. Der Motor passt sich so permanent an die Fahrsituation an und ermöglicht Energieeinsparungen. Der Antrieb eignet sich dabei nicht nur für Autos, sondern auch für elektrische Boote, Flugzeuge und Lkw.

pk

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