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Auf weiter Flur, wo derzeit Wiesen und Äcker das Bild bestimmen, soll in den nächsten Jahren der Bürgerpark entstehen – samt Wohnraum.  

Grundbesitzer wollen bauen

Neubaugebiet am Bürgerpark Garching geplant

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In direkter Nachbarschaft zum Areal, wo der Bürgerpark entsteht, soll  es ein Neubaugebiet geben. Einen Haken hätte das Wohnen dort aber.

Garching – Östlich des Hüterwegs, mitten im Grünen, steht eine große Halle, die einem Getränkemarkt als Lager dient; überdies ist darin ein Zoogeschäft beheimatet. Direkt daneben gibt es ein einzelnes Wohnhaus – am Rande jenes Areals, das in den kommenden Jahrzehnten zum Garchinger Bürgerpark ausgebaut werden soll. Rund um dieses Haus planen die Grundstücksinhaber unter den Namen „Wohnen am Bürgerpark“ ein Neubaugebiet mit vier Einfamilienhäusern, 15 Geschosswohnungen, acht Gartenhofhäusern und einer Gemeinbedarfsfläche, womöglich für einen Waldkindergarten. Das geht aus einer Studie hervor, die die Eigentümer beauftragt haben und die jetzt dem Bauausschuss des Stadtrats vorgestellt wurde.

„Die Planung resultiert aus unserem Stadtentwicklungsprozess“, erläuterte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). „Damals hat man gesagt, dass man sich dort Wohnbebauung vorstellen könnte. Und die Eigentümer wollen das jetzt zeitnah angehen.“ Im Detail sieht die Studie rechts und links neben dem bestehenden Wohnhaus vier Einfamilienhäuser mit Anbau vor. Nördlich davon – dort, wo die Halle steht – sind Geschosswohnungen geplant. Zudem soll es eine Tiefgarage, oberirdische Parkplätze und überdachte Fahrradständer geben. Weiter östlich sind acht Gartenhofhäuser geplant, jeweils mit Einliegerwohnung, die wahlweise zum Mehrgenerationenwohnen, als Büro, Praxis oder dergleichen genutzt werden können. Im nördlichen Teil des Geländes sollen eine Gemeinbedarfsfläche, zum Beispiel mit einem kleinen Gebäude für einen Waldkindergarten, und dazu vier Reihenhäuser ausgewiesen werden.

Gruchmann betonte: „Die Planung reizt nicht das Möglichste aus. Und mit dieser Art Atriumhäuser ist das bestimmt eine attraktive Wohnlage.“ Jedoch gab der Rathauschef zu bedenken: „Wichtig ist, dass man den Bewohnern klar macht – und es am besten auch vertraglich festhält –, dass es im Bürgerpark einen Festzeltbetrieb in unmittelbarer Nähe geben wird.“ Nicht, dass es wegen Lärms während der Bürgerwoche zu Rechtsstreitigkeiten komme.

Lob für die Planung gab’s von Josef Euringer (BfG) und Florian Baierl (UG). „Insgesamt ist es zu begrüßen, was dort passiert“, sagte Baierl. Allerdings sehe die Planung eine „hohe Versiegelung“ vor. Genau das monierte auch Ingrid Wundrak (Grüne): „Die Flächenversiegelung ist unglaublich, das ist untragbar.“ Demgegenüber argumentierte der Bürgermeister: „Wir müssen uns auch am Markt orientieren. Es kann sich heute niemand mehr leisten, einen 500 Quadratmeter großen Garten neben das Haus zu bauen.“

Derweil kritisierte Hans-Peter Adolf (Grüne): „Das ist eine Planung, die ausschließlich dem Grundstückseigentümer mit maximaler Rendite und maximaler Nutzung zugutekommt.“ Überdies würden die Pläne gegen die Baunutzungsverordnung verstoßen, befand der Fraktionschef. So sehe er keine Grundlage für ein vereinfachtes Bebauungsplanverfahren, wie es die Stadtverwaltung vorschlägt.

Nicht zuletzt missbilligte Adolf, dass das Areal – anders als ursprünglich geplant – nicht als reines Wohngebiet, sondern als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden soll. Hintergrund sind die Einliegerwohnungen, die auch als Büro oder Arztpraxis genutzt werden könnten. Jedoch würde dies zu „deutlich mehr Verkehr“ führen, warnte er.

Nachdem die städtebauliche Studie im Bauausschuss vorgestellt wurde, sollen nun die einzelnen Stadtrats-Fraktionen die Pläne beraten. Eine Entscheidung wird in der Sitzung am Donnerstag, 1. März, fallen.

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