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Eine neue Grundschule wird in Garching gebaut. Was es dabei zu beachten gibt, ließ sich der Stadtrat von einer erfahrenen Pädagogin erzählen. 

Neubau in Garchings Norden

Neue Grundschule: Tipps vom Experten

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Große Klassenzimmer, keine Fenster nach innen und viel Raum für Gestaltung: Garching holt sich Experten-Tipps für den Bau der dritten Grundschule.

Garching – In den kommenden Monaten werden sich die Stadtverwaltung Garching und die Entscheider im Stadtrat intensiv mit dem Aufbau einer dritten Grundschule befassen. Nach dem Grundsatzbeschluss für die dritte Schule hat Schulrätin a. D. Andrea Lehner im Stadtrat nun einen umfangreichen Katalog mit Tipps vorgelegt, die es beim Neubau zu beachten gilt. Geplant sind zudem Besichtigungen anderer Grundschulen und die Erstellung eines Raumprogramms.

Die Pädagogin betonte, dass die Klassenzimmer eine Mindestgröße von 75 Quadratmetern haben sollten und keine Fenster zum Inneren der Schule – wegen möglicher Ablenkungen. Und sie riet dazu, die finale Möblierung erst nach der Besetzung des Lehrerkollegiums festzulegen. „Unterrichts- und Gemeinschaftsräume sollen Ermöglichungsräume sein“, sagte sie. Es brauche Platz zur freien gestaltung und Entfaltung. Geschaffen werden müssen laut Lehner räumliche Voraussetzungen für verschiedene Varianten – von der offenen über die gebundene Ganztagsbetreuung bis hin zum Hort. Auch Rückzugsräume für Lehrer in Büros oder in einer Bibliothek seien sinnvoll.

Vorgeschlagen wurde zudem eine Trennung von Eingangsbereich und Aula. Die Aula soll ein eigener Raum mit Bühne und Zugangsmöglichkeit von außen sein. Diese Idee kam bei Michaela Theis (Unabhängige Garchinger) nicht gut an. Sie verwies auf das Werner-Heisenberg-Gymnasium. Dort seien die Bereiche getrennt und beide Flächen für größere Veranstaltungen zu klein. Lehner antwortete, dass die ideale Form wäre, eine Möglichkeit zu schaffen, mit Trennwänden oder ähnlichem zu arbeiten, die den großen zentralen Bereich der Schule variabel macht und passgenaue Lösungen für verschiedene Veranstaltungsgrößen bietet.

Hans-Peter Adolf (Grüne) war sehr angetan von den Gedanken der Stadt-Beraterin, „weil diese Vorschläge im Gegensatz zu vielen Architektenentwürfen ein Verständnis für die Kinder haben“. Er wies aber daraufhin, dass die Stadt nun eine Schule für mehrere Lehrergenerationen baue. Es werde immer wieder Änderungen des Systems geben und darauf müsse das Haus reagieren können.

Mit dem Bau der dritten Schule dürfte sich auch die Raumnot an der Mittelschule entspannen. Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) erklärte, dass der dort angesiedelte Schulkindergarten auf das Grundstück der dritten Grundschule im Norden umgesiedelt werden soll. Der Fortbestand dieses Kindergartens steht für den Rathauschef außer Frage, „auch wenn sich nur Garching und Haar den Luxus eines Schulkindergartens leisten“. Die Umsiedlung soll innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen.

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