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Alkoholkontrolle

Promille-Wahnsinn

Betrunkene Wiesn-Gäste scheitern mit cleverem Vorhaben: Polizei kassiert reihenweise Führerscheine ein

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Und sie werden nicht gescheiter: Binnen weniger Stunden machte die Polizei in Garching und Unterschleißheim gleich fünf betrunkene Fahrer dingfest. 

Garching/Unterschleißheim - Alle Jahre wieder zur Wiesnzeit gehen der Polizei besonders viele Autofahrer ins Netz, die meinen, sich nach einem feuchtfröhlichen Oktoberfest-Abend noch ans Steuer setzen zu müssen. Doch die Nacht von Freitag auf Samstag war selbst für erfahrene Streifenbeamte ungewöhnlich alkoholschwanger.

Garching: Motorradfahrer mit 2,16 Promille unterwegs

Gleich fünf betrunkene Fahrer stoppten die Beamten innerhalb von nur knapp acht Stunden. Für sie alle war die Fahrt damit beendet. Den Anfang machte ein Motorradfahrer (44) aus Karlsfeld, der am Freitag gegen 16.45 Uhr auf seiner Maschine in Garching die Schleißheimerstraße entlang fuhr - mit 2,16 Promille, wie ein Atemalkoholtest zeigte. Laut Polizei dürfte der Deutsche seinen Führerschein mindestens acht Monate los sein.

Aus der Region: Kurz vor der Autobahn: Ampelmast stoppt Trunkenheitsfahrt

Nur eine runde Dreiviertelstunde später stoppte eine Streife in der Garchinger Ludwig-Prandtl-Straße einen 40-jährigen Golf-Fahrer. Der Deutsche aus Frankfurt brachte es beim Alkotest auf 1,4 Promille. Auch das reicht locker für eine Anzeige und ein Fahrverbot.

Oktoberfest 2019: Besucher setzen sich alkoholisiert ans Steuer

In der Nacht ging es dann Schlag auf Schlag: gegen 23 Uhr stoppten die Beamten nach eigener Auskunft einen 28-Jährigen Italiener, der offenkundig vom Oktoberfest kam. Bei der Kontrolle des BMW-Fahrers mit italienischem Kennzeichen  an der Staatsstraße 2350 bei Garching stellten die Polizisten einen Atemalkoholwert von 1,44 Promille fest. Als Fahrer aus dem Ausland musste er noch vor Ort die fällige Geldbuße bezahlen. Das Autofahren in Deutschland ist ihm vorerst untersagt, sein Führerschein wird laut Polizei mit einem Sperrvermerk versehen.

Lesen Sie auch: Seit 60 Jahren ist er jeden Tag auf der Wiesn - obwohl ihn ein paar Dinge gewaltig stören

Fünf Minuten nach Mitternacht hielt eine Streife auf der B13 bei Unterschleißheim einen 60-Jährigen aus Haimhausen an. Der Mazdafahrer blies 1,34 Promille. Die Konsequenz: Blutprobe, Anzeige, Führerscheinentzug.

Den Abschluss machte ein 49-Jähriger Kroate aus Marzling. Der BMW-Fahrer hatte laut Polizei von der Wiesn 1,36 Promille mitgebracht, als er den Beamten in der Garchinger Lichtenbergstraße ins Netz ging. Auch er wird angezeigt.

Parken vor den Toren Münchens rettet nicht den Führerschein

Auffällig viele der betrunkenen Fahrer schnappte die Polizei um das Garchinger Universitätsgelände. Offenbar nutzen trinkfreudige Autofahrer die dortigen Parkplätze, um mit der U-Bahn in die Münchner Innenstadt zu fahren - in dem Glauben, so durch die Polizeikontrollen rund um das Oktoberfest zu schlüpfen. So kann man sich täuschen.

Auch in Niederbayern hat sich ein Betrunkener kürzlich hinters Steuer gesetzt. Er raste über eine Bundesstraße - und wurde geblitzt. Das wollte er sich nicht gefallen lassen.

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Kommentare

BRietzlAntwort
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Raffiniert war auch schon mal raffinierter, aber dem Promillo fehlt es an Rafinesse.

BRietzlAntwort
(0)(0)

16 Jahre war ich nicht mehr auf dem Oktoberfest, die Besoffenen sind mir schon im Fernsehen genug.

Karl MarxAntwort
(0)(0)

Damit war wohl "Parken vor den Toren Münchens" gemeint.