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Ein Festival von Jugendlichen für Jugenliche: Zum Organisationsteam des Open Air am Garchinger Seegehören heuer (hinten v.l.) Kevin Lehmann, Alexander Grunewald, Lena Hödl, Tobias Stoll, Milena Hegenauer, Maximilian Weisl und Andreas Dimke (vorne rechts). Unterstützt werden sie von Hans Schmid (vorne links) und Thomas Klahn vom Jugendbürgerhaus Profil.

Bis zu 2000 Besucher erwartet

Open Air am Garchinger See

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Garching – In unserer Stadt ist nichts los! Diese Klage hört man allenthalben in Garching, vor allem von Jüngeren. Dabei vergisst mancher, dass hier nicht weniger als vier Open-Air-Festivals pro Sommer steigen, die allesamt mehrere tausend Besucher anziehen. Die Elektro-Partys „Schall im Schilf“ und „Back in the Woods“ sind einst aus einer Abiturfeier am Gymnasium hervorgegangen; dazu kommt das fünftägige Garnix-Festival auf dem Campusert wird. Und das Open Air am Garchinger See, das am Samstag, 2. Juli, zehnten Geburtstag feiert.

Das Open Air am See ist in dreierlei Hinsicht besonders. Erstens ist der Eintritt kostenlos, zweitens sorgen fürs Essen und Trinken ortsansässige Vereine – und nicht etwa ein professionelles Catering. Und drittens: Das komplette Festival – von der Bandauswahl übers Marketing bis hin zu Technik und Logistik – wird von Jugendlichen organisiert. Das Open Air sei ein „sozialraumorientiertes Projekt“, so nennt das Thomas Klahn, Sozialpädagoge im Jugendbürgerhaus Profil, das die Veranstaltung betreut.

Von Jugendlichen organisiert

Sein Kollege Hans Schmid ist seit den Anfangstagen dabei und hat im Jahr 2007 mitgeholfen, das erste Open Air am See auf die Beine zu stellen. „Damals war vieles improvisiert, und wir hatten keine Ahnung, wie viele Leute kommen.“ Mit den rund 600 Besuchern sei man dann durchaus zufrieden gewesen – und dennoch stand am Ende ein Defizit von 5000 Euro in den Büchern. 

Also wurde das Profil-Team bei der Stadt vorstellig, die das Open Air bis heute finanziell unterstützt, wofür Hans Schmid sehr dankbar ist. Einerseits. Andererseits sei die Finanzplanung mit den aktuellen Mitteln ein ständiges Vabanquespiel: „Das Geld reicht eigentlich nicht aus“, betont Hans Schmid. „Deshalb müssen wir immer schauen, dass wir bei allem das Günstigste bekommen.“ Vor allem die Sicherheitsauflagen – nach dem Loveparade-Unglück 2010 drastisch verschärft – machen den Veranstaltern zu schaffen. „Für die Abstimmung mit den Behörden geht inzwischen sehr viel Zeit drauf“, sagt Thomas Klahn.

Das Geld reicht nie

Und viel Geld. So hätten die Veranstalter zum zehnten Geburtstag ihr Open Air gerne etwas größer aufgezogen und einen namhaften Künstler verpflichtet. Doch bei einer Gage von 80 Euro pro Band sei das unmöglich, erklärt Klahn. Überdies werde das Festival – bedingt durch die knappen Finanzen – heuer kleiner ausfallen als im Vorjahr; statt zwei gibt es nur noch eine Bühne. 

Nichtsdestotrotz rechnen die Veranstalter am Samstag mit bis zu 2000 Besuchern. Denn: „Wir haben uns inzwischen im Raum München einen Namen gemacht“, sagt Hans Schmid. Ohnehin sei es erstaunlich und erfreulich, dass man in all den Jahren immer genügend Jugendliche für das Organisationsteam gefunden habe. Es besteht heuer aus etwa 15 Personen; am Veranstaltungstag selbst sind es rund 50 Helfer, die mit anpacken. „Es geht bei dem Projekt darum, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen“, erklärt Schmid. „Außerdem sollen sie lernen, wie man als Team zusammenarbeitet.

Das Programm 

Auch bei der zehnten Auflage des Open Air am Garchinger See haben die Veranstalter Künstler aller Musikrichtungen verpflichtet – von Rock (Wild Society) über Latin Alternative (Calle Mambo) bis hin zum Techno-DJ (Stuckeyrella). Los geht’s an diesem Samstag, 2. Juli, um 15 Uhr auf der Liegewiese am Garchinger See; gefeiert wird bis um Mitternacht – und das bei kostenlosem Eintritt.


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