Smart Home Systeme
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Auch Smart-Home-Systeme sind auf dem Vormarsch und Teil des intelligenten Wohnens.

Nord-Allianz Teil des Modellprojekts „Smart Cities – Smart Regions“

Wohnen, Job und Mobilität: Nord-Kommunen feilen an der digitalen Zukunft

  • Sabina Brosch
    vonSabina Brosch
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Die acht Kommunen der Nord-Allianz wurden als Modellprojekt „Smart Cities Smart Regions“ vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ausgewählt. Sie haben damit die Möglichkeit, eine interkommunale Digitalisierungsstrategie mit den Themen „Städtebau“ und „Mobilität der Zukunft“ zu erarbeiten.

Landkreis - Eine intelligente Verkehrsführung, digitale Bürgerakte, digitale Parkraumsteuerung, Vernetzung der Verkehrsarten bis hin zu Flexibilität in der Arbeitswelt und nachhaltigen Wohnraumkonzepten mit intelligenten Wohnungen, das sind die Themen der Digitalisierung. Da „geht es gemeinsam besser“, ist sich Bürgermeister Christoph Böck (SPD) aus Unterschleißheim sicher. Gerade bei den Themen Wohnen und Verkehr drücke viele Kommunen der Schuh an der gleichen Stelle, „die Probleme enden nicht an der Stadtgrenze“, so Böck.

Leitfaden für alle Kommunen

Ein Workshop zum Thema „smart city“ im Sommer 2019 war der Auslöser, sich als Modellregion zu bewerben, mit der Zusage ist eine finanzielle Unterstützung durch den Freistaat gewährt. Nun wird, so die Leiterin der Nord-Allianz Geschäftsstelle, Anna-Laura Liebenstund, eine Beratungsfirma aus dem Bereich der Stadt- und Raumplanung ausgeschrieben, die bis Ende 2022 eine Strategie erarbeiten soll. Letztlich soll ein Leitfadens für Kommunen entstehen, wie die Kommunen für sie passende Maßnahmen auch unter der Ausschöpfung von Fördermaßnahmen umsetzen können.

Intelligentes Wohnen und flexible Arbeitswelt

Die Leitthemen des Strategiepapiers werden dabei Mobilität und Verkehr, Wohnen sowie Open Data sein. Für Echings Bürgermeister Sebastian Thaler (SPD) ist der Komplex „Wohnen und Arbeiten“ wichtig, „früher war die Anbindung an eine Autobahn wichtig, heute ist es die Datenbahn.“ Eine Flexibilisierung in der Arbeitswelt, wie sie gerade das Homeoffice Arbeiten zeige, „kann auch zu weniger Pendlern auf der Straße führen“, so Thaler. 

Konkret geht es um die Einbindung neuer Mobilitätsformen in Neubau- und Bestandsgebieten. Im Hinblick auf den demographischen Wandel, gestiegene Bodenpreise aber auch das Problem der Versiegelung soll das Potenzial neuer, digitaler Lösungen in Form von intelligenten Wohnungen und Nachbarschaftsnetzwerken untersucht werden.

Idee der digitalen Bürgerakte

Im Kontext muss jedoch erarbeitet werden, wie „mit dem Thema Open Data umzugehen ist“, so Liebenstund. Welche Datenquellen werden benötigt, um Maßnahmen auf den Weg zu bringen? Wie können vorhandene kommunale Daten digitalisiert werden? Wo werden diese gebündelt? Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) spricht von einer digitalen, mit einem Passwort hinterlegten Bürgerakte. „Wir werden einen digitalen Quantensprung machen. Da dürfen wir nichts verschlafen und müssen uns fit für die Zukunft machen.“  

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