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Schnelle Wege für Radfahrer: Die wollen die Stadt München und die umliegenden Landkreise schaffen. 

Planungsverband will Schnellwege in der Stadt vorantreiben 

Radschnellwege: Kreuz, querund als Ring um München

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Von Unterschleißheim über Garching bis München in 23 Minuten, bequem mit dem Fahrrad. Und wer ein Pedelec nutzt, der kommt nicht mal ins Schwitzen. Der Planungsverband will die Radschnellwege in der Stadt vorantreiben.

Landkreis –  Pläne für einen Radschnellweg gibt’s viele – im Norden wie im Süden. Erstmals hat nun der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) alle Kommunen in Eching an einen Tisch geholt, um über den aktuellen Stand des Projekts Radschnellweg zu informieren.

Als Pilotstrecke ausgelobt ist dieRoute vom Münchner Hauptbahnhof zum Forschungsgelände Garching mit Abzweig über Hochbrück nach Unterschleißheim als erste von 14 Radschnellwegen im Landkreis. Geplant sind auch Strecken von München bis nach Grünwald, Oberhaching oder sogar bis nach Starnberg. Längst wird über Landkreis-Grenzen hinweg gedacht. Fahrradbeauftragter Florian Paul erzählte von einem Arbeitskreistreffen und „Vorschlägen für konkrete Routen“ durch die Stadt im Juli dieses Jahres.

Doch allzu Konkretes gibt es aus München noch nicht zu berichten, die Stadt hinkt hinterher. Was daran liegen mag, dass ab dem Mittleren Ring, wo die Route aus dem Norden auf städtische Flur stoßen soll, mehrere Trassen ins Zentrum vorstellbar sind. Im Dezember will man weiter diskutieren. „Mit dem Ergebnis geht’s dann in den Stadtrat“, der am 6. Dezember einen Beschluss fassen soll.

Als bemerkenswertes „Fernziel“ muss der geplante Ringschluss gelten. In der Art des Münchner Rings für den motorisierten Verkehr sollen Radschnellwege um die Stadt herum geführt werden. Grundsätzlich schwebt Paul eine Lösung nach dem Vorbild „Mühlheim-Essen“ vor, dem ersten Radschnellweg der Republik von Duisburg bis Hamm, zugleich der schnellste Weg durchs Ruhrgebiet.

Von der Optik her kommt für den Fahrradbeauftragten der Radweg am Flaucher dem am nächsten, was er sich unter einem Radschnellweg vorstellt: bis 6,50 Meter breit; vier davon für Radler, 2,50 Meter für Fußgänger, keine Ampeln, keine Kreuzungen. Möglichst geradeaus, sodass 30 km/h kein Problem sind.

Im Norden ist ab Garching eine Verlängerung nach Eching und Neufahrn, womöglich sogar bis Freising, im Gespräch. In diesem Sinne lässt sich der Großteil aller Routen über Landkreis-Grenzen hinweg verlängern. Liebend gern würde der Planungsverband auch Poing (Landkreis Ebersberg) über Feldkirchen als eines der nächsten Projekte per Radschnellweg erschließen und einen Weg über Kirchheim, Aschheim und Unterföhring als tangentiale Verbindung ausbauen. Tangenten und Querverbindungen zwischen den radial auf München zulaufenden Radschnellwegen werden ins Auge gefasst.

34 Millionen Euro kostet allein die Pilotstrecke mit Beleuchtung, auch einen Winterdienst wird es geben. „2,5 Millionen für jeden Kilometer“, verdeutlichte Paul. Bisher plant Landrat Christoph Göbel (CSU) mit 242 Radschnellweg-Kilometern. Viel Geld also, das der Kreis ohne Zuschüsse nicht aufbringen könnte.

Der Landkreis München befasst sich schon seit nahezu drei Jahren mit diesem Thema. Im Frühjahr 2015 lag die Machbarkeitsstudie vor, die das Landratsamt diesbezüglich in Auftrag gegeben hatte. Unterschleißheim diskutierte darüber, Oberschleißheim zog nach. Die Kommune wäre gern als Abstecher des in der Studie benannten Radschnellwegs Unterschleißheim – München in Betracht gezogen worden. Andreas Sachse

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