Werner-Heisenberg-Gymnasium 

Schulleitung klagt über Lüftungsanlage

Garching – „Reine Luft am WHG!“ – so titelte die Stadt Garching in einer Pressemitteilung im September, nachdem ein Gutachten „keinerlei Auffälligkeiten“ beim Raumklima im Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) gezeigt hatte.

Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD), zugleich Vorsitzender des Zweckverbands für diese Schule, war damals optimistisch, dass der jahrelange Zwist um das Raumklima endlich ein Ende finden könne – doch das war offensichtlich verfrüht.

Denn bei der jüngsten Zweckverbandssitzung hat die Schulleitung klargestellt, dass die Lüftungsanlage im WHG nicht so funktioniert, wie sie sich das vorstellt. „Schüler und Lehrer berichten, dass die Luftqualität nicht sehr gut ist“, sagte Ralf Laupitz, Mitglied der Schulleitung. Darüber hinaus berichtete der Biologie- und Chemielehrer von Temperaturschwankungen im Gebäude, die man selbst händisch gemessen habe. In manchen Räumen hatte es 17 Grad, in anderen 24 Grad.

Laupitz regte an, „die Feinjustierung“ der Lüftungsanlage noch mal zu überprüfen. Überdies bat er um ein „richtiges Betriebskonzept“, das der Schule klar sage, „wie wir mit der Lüftung umzugehen haben.“ Eine solche Handlungsanweisung sicherte Gruchmann zu. Und zu den Temperaturproblemen bemerkte er: „Bei komplizierter Technik braucht es eine Zeit, bis sich das einspielt. Aber das sollte nicht so sein.“

Ein weiterer Kritikpunkt der Schulleitung betraf die Videoanlage am WHG, die rund um die Uhr gefilmt habe – entgegen der Absprache mit der Schule. Hierauf erklärte Gruchmann: „Das war keine Absicht, das ist übersehen worden.“ Inzwischen habe man dies aber korrigiert.

Die jüngste Kritik reiht sich ein in eine Auseinandersetzung, die seit dem Bezug des WHG-Neubaus im Jahr 2013 läuft – mal mehr und mal weniger heftig. Auf der einen Seite klagen Schulleitung und Elternbeirat über die Unzulänglichkeiten des Gebäudes. Auf der anderen Seite warf Zweckverbandsvorsitzender Gruchmann der Schulleitung vor, „schon genug Panik verbreitet zu haben“.

Zuletzt hatte es vor einigen Wochen Aufregung rund um die Wasserleitungen gegeben.

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